Arne Hildebrandt DH

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Guten Tag 13.12.2018 Von Arne Hildebrandt

Schulschließung: Politik gefordert

Nach dem Votum des Arbeitskreises Schulentwicklung der Samtgemeinde Heemsen ist man kein Stück weiter. Es geht um die Grundschulen Drakenburg und Haßbergen. Das Ergebnis, zu dem Mittwochabend die 20 Teilnehmer kamen, ist nicht eindeutig. „Das habe ich bei der Zusammensetzung des Arbeitskreises nicht anders erwartet. Die Politik ist gefordert, es kann in alle Richtungen gehen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Fietze Koop. Vor der Abstimmung am Mittwoch hatten rund 150 Eltern und Kinder für den Erhalt ihrer Schulen in Drakenburg und Haßbergen demonstriert. „Schule ist emotional“, weiß Koop. Das Problem, vor dem die Samtgemeinde steht. Die Schülerzahlen werden in den nächsten Jahren weiter sinken, auch wenn es im nächsten Jahr nicht schlecht aussieht: In Drakenburg werden zwölf Kinder eingeschult, in Haßbergen 17 und in Heemsen 31.

Ein weitaus größeres Problem sind fehlende Lehrkräfte in Drakenburg. Nur die kommissarische Schulleiterin Nicole Krinke zählt zum Stammpersonal, zwölf Lehrkräfte sind aber Abordnungen von Gymnasien und der IGS. Ein Beispiel aus einer Klasse: Jeden Tag wechselt der Deutschlehrer. „Die ausgeschriebenen Stellen an der Grundschule Drakenburg konnten mangels Bewerbern nicht besetzt werden“, sagt die Landesschulbehörde.

Dass übrigens die Schulleiterin der Grundschule Drakenburg einen Maulkorb verpasst bekommen haben soll, wie in einem Leserbrief behauptet, weist eine Sprecherin von der Landesschulbehörde zurück: „Von Seiten unserer Behörde wurde keiner Schule untersagt, Konzepte vorzustellen.“

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Erstellt:
13. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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