Schulsport im Vestibül

Schulsport im Vestibül

Matthias Brosch Die Harke

Die Schulsport-Möglichkeiten in der Stadt Nienburg sind wie berichtet im Moment eingeschränkt. Insbesondere die Albert-Schweitzer-Schule empfindet die Situation für ihre Gymnasiasten als unbefriedigend. Am Donnerstag vergangener Woche kam es zu einer Protestaktion: Eine siebte Klasse und ein Oberstufen-Kurs, der im Fach Sport sein Abitur anstrebt, kamen für ihre Unterrichtseinheiten im Rathaus zusammen und führten Übungen im Vestibül durch. Hintergrund: Das Stadion war durch Bundesjugendspiele der Realschule belegt. Als Ausweich​möglichkeit hätte nur die ASS-Halle zur Verfügung gestanden, die die Größe eines Basketballfeldes habe. Das berichtet Dirtje Reuter, Fachobfrau Sport der ASS. Sie betont auf Harke-Nachfrage, dass sich der Unmut nicht gegen die Integrierte Gesamtschule des Landkreises richtet, sondern vielmehr gegen die von der Stadt aufgestellten Belegungspläne: „Wir finden, dass die ASS am meisten zurückstecken muss.“ Da Nienburg selbst Schulträger ist, ruft das doppelte Verärgerung hervor. Durch den zusätzlichen IGS-Bedarf und die momentane Sperrung der Meerbachhalle fehlen schlichtweg Sportstätten. Ingrid Dreyer, Leiterin des Sachgebietes Kinder, Jugend und Schule, wollte den Schulsport im Vestibül gestern nicht weiter kommentieren: „Es soll noch in dieser Woche Gespräche mit der Schulleitung der ASS geben – wir schauen miteinander, was vielleicht nicht passt und wo Lösungen möglich sind.“