Mit Schutzmaske sind Arne Röhrs (rechts) und FÖJler Steffen Eggers aus Wietzen im Schulgarten des Johann-Beckmann-Gymnasiums dabei, den von „Bingo“ geförderten Geräteschuppen zu errichten. Foto: Achtermann

Mit Schutzmaske sind Arne Röhrs (rechts) und FÖJler Steffen Eggers aus Wietzen im Schulgarten des Johann-Beckmann-Gymnasiums dabei, den von „Bingo“ geförderten Geräteschuppen zu errichten. Foto: Achtermann

Hoya 17.05.2020 Von Horst Achtermann

Schulwald angelegt, Schulgarten gepflegt

Hoyas Johann-Beckmann-Gymnasium sucht fürs neue Schuljahr Schülerin oder Schüler für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr

Steffen Eggers aus Wietzen hat im letzten Jahr sein Abitur am Johann-Beckmann-Gymnasium (JBG) in Hoya gemacht. Seit diesem Schuljahr (2019/2020) gibt es die Möglichkeit, am JBG ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) zu absolvieren, Steffen Eggers hatte sich beworben.

Für die Umweltschule wurde auf Vorschlag von Lehrer Dr. Arne Röhrs im Einvernehmen mit Schulleiter Lutz Bittner diese FÖJ-Stelle eingerichtet. Im vergangenen Jahr waren Bewerbungen ausgeschrieben, Steffen Eggers wurde als FÖJ-Kraft für ein Jahr verpflichtet. Als Einsatzstelle des FÖJ ist vom Träger, der Alfred-Toepfer- Akademie für Naturschutz als Koordinator FÖJ in Niedersachsen, die Umweltschule des JBG in Hoya geprüft und anerkannt.

Die fachkundige Anleitung und Betreuung und damit die Mentor-Tätigkeit liegt in den Händen des Pädagogen Arne Röhrs. Röhrs unterrichtet am JBG unter anderem Biologie. „Auch im nächsten Schuljahr gibt es am JBG ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Das FÖJ bietet jungen Menschen die Chance, ein Jahr lang im Umwelt- und Naturschutz mitzuarbeiten und sich zu orientieren“, berichtete Röhrs im Gespräch mit der HARKE am Sonntag.

Voraussetzung: Das FÖJ richtet sich an alle, die mindestens neun Jahre eine allgemeinbildende Schule besucht haben und zu Beginn des FÖJ höchstens 25 Jahre alt sind. Arne Röhrs weist zudem daraufhin, dass die Schüler, die mit dem schulischen Teil (Abschluss 12. Klasse) der Fachhochschulreife von der Schule gehen, nach dem FÖJ die Fachhochschulreife erlangt haben.

Steffen Eggers sieht im FÖJ am Johann-Beckmann-Gymnasium ein sinnvolles Engagement im Umwelt- und Naturschutz und fügt an: „Mit dem Voranschreiten des Klimawandels wird es immer wichtiger, sich für den Klimaschutz einzusetzen“. So hat der FÖJler viele Möglichkeiten, sich einzubringen.

Beim Anlegen des Schulwaldes, bei der Pflege des Schulgartens und bei den Diskussionen mit jungen Menschen der Umwelt AG könne man viel über sich und den Umweltschutz lernen. Besondere Highlights waren für Steffen Eggers Seminare an unterschiedlichen Orten, wie am Gut Sunder, an einem Bio-Bauernhof oder am Energie- und Umweltzentrum in Eldagsen. „Die vielseitigen Themen erstrecken sich von Pädagogik bis zu Fachinformationen zur Nachhaltigkeit“, erzählt Steffen Eggers.

Interessante Diskussionen führt der FÖJler in der Umweltschule im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. In der Umwelt-AG mit Schülern der Klassen fünf bis acht werden unter der Leitung von Steffen Eggers zum Beispiel Anträge bei Bingo formuliert. So hat die Umwelt-AG knapp 3000 Euro von „Bingo“ für den Bau eines Geräteschuppens bekommen. Beim Besuch der HARKE am Sonntag war Steffen Eggers mit Unterstützung seines Mentors Arne Röhrs gerade dabei, das Fundament des Geräteschuppens zu erstellen. „Ein breites Spektrum an handwerklichen Tätigkeiten, immer in Verbindung mit der Natur, macht mir sehr viel Freude“, so Eggers.

Die Unterrichtseinheiten in den Seminaren werde von Teamern und Fachpersonal durchgeführt. Die Seminare finden in Gruppen von etwa 20 Teilnehmern statt, sagt Mentor Arne Röhrs. Viel Spaß macht das Abschlussseminar, wo man zum Beispiel in der mecklenburgischen Seenplatte Kanu fährt oder im Umfeld reitet.

Das neue Freiwillige Ökologische Jahr beginnt am 1. August. Weitere Informationen dazu gibt es unter der Internetadresse www.nna.niedersachsen.de/foel/ oder direkt im Johann-Beckmann-Gymnasium.

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Erstellt:
17. Mai 2020, 08:39 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

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