Handball 21.01.2018 Von Die Harke

Schwächephase kostet der HSG den Sieg

Handball-Oberliga: Gegen Hameln zeigen die Nienburger vor der Pause eine gute Leistung, machen anschließend aber zu viele Fehler

Hameln. Dass im Handball die kleinste Schwächephase dafür sorgen kann, dass ein ganzes Spiel kaputt gemacht wird, mussten die Oberliga-Handballer der [DATENBANK=746]HSG Nienburg[/DATENBANK] schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. Bei der 27:29 (18:16)-Niederlage beim heimstarken VfL Hameln wussten die Schützlinge von Trainer [DATENBANK=6840]Claas Wittenberg[/DATENBANK] lange zu überzeugen, standen aber am Ende wieder mit leeren Händen da. Dabei begannen die Rot-Schwarzen druckvoll und gingen verdient in Führung. Beim 9:5 gingen [DATENBANK=800]Steffen Kaatze[/DATENBANK] & Co. erstmalig mit vier Toren in Front. Die Hamelner Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, hatten sie doch einen anderen Spielverlauf erwartet, gerade in der heimischen Halle. Die Nienburger verpassten es in dieser Phase, den Vorsprung auszubauen und brachten sich mit individuellen Fehlern selbst in Bredouille. Beim 12:11 waren die Gastgeber wieder auf ein Tor dran, doch die Nienburger besannen sich auf ihre Stärken und gingen ihrerseits wieder in Führung.

Nun ereignete sich eine Situation, die ein wenig sinnbildlich für die derzeitige Lage der HSG ist. Marin Wrede erzielte 22 Sekunden vor Ende der Halbzeit den 18:15-Führungstreffer.

Anstatt der Traineransage zu folgen und den letzten Angriff der Hamelner zu unterbrechen, konzentrierten sich die Wittenberg-Schützlinge auf das defensive Formieren, ohne Zugriff auf die Gegenspieler. So erzielten die Hamelner sechs Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer.

Den Ärger darüber übernahm die HSG offenbar mit in den zweiten Durchgang. In diesem gelang in den ersten zehn Minuten so gut wie gar nichts, was letztlich auch entscheidend für die Niederlage war. Mit einem furiosen 5:0-Lauf stellte der VfL das Spiel auf den Kopf. „Jeder Einzelne verfiel wieder in alte Muster. Am Ende haben wir einfach mehr Fehler als der Gegner gemacht“, kritisierte Wittenberg nach dem Schlusspfiff die fehlende Konstanz, fügt aber hinzu: „Ich bin aber nicht völlig unzufrieden, ganz im Gegenteil. Man hat die Entwicklung der Mannschaft gesehen. Sie hat eine tolle Moral und viel Einsatz gezeigt. Die Deckung stand viel besser als zuletzt. Sie hat den nächsten Schritt gemacht, aus dem wir hoffentlich bald Kapital schlagen können.“

Die Weserstädter konnten beim 23:23 und beim 26:26 sogar nochmal ausgleichen, am Ende fehlte aber auch wieder die Kraft. Der angeschlagene [DATENBANK=2815]Fabian Liedtke[/DATENBANK], [DATENBANK=3241]Sebastian Nülle[/DATENBANK] und [DATENBANK=5697]Lars „Kalle“ Bergmann[/DATENBANK] mussten komplett durchspielen, während sich Kapitän Steffen Kaatze, [DATENBANK=6141]Marin Wrede[/DATENBANK] und [DATENBANK=292]Steve Kählke[/DATENBANK] ihre Aufgaben in Abwehr und Angriff etwas aufteilen konnten. Die Hamelner brachten ihr Spiel am Ende sicher nach Hause und konnten den Anschluss an das obere Tabellendrittel wieder herstellen.

Eine schöne Nachricht gab es aus dem HSG-Lager: [DATENBANK=1124]Kristaps Ence[/DATENBANK] durfte mit seiner Frau Ineta die Geburt von Sohn Janis feiern und lud die Mannschaft nach dem Spiel noch auf einen kleinen Umtrunk ein. Eine schönere Entschuldigung für das Fehlen bei einem Spiel gibt es sicherlich nicht. Die besten Glückwünsche gehen deshalb an die Familie Ence.

  • HSG Nienburg: Fraj 1 geh. 7m, Ende – Nülle 8/4, Liedkte 6, Kühlcke, Bergmann 5, Kaatze 3, Kählke 2, Fennekoldt, Fleischer, Wrede 3, von Müller.
  • Siebenmeter: 4/5 (Fraj hält) – 4/4 (Nülle verwandelt sicher)
  • Zeitstrafen: 3 – 3 (Liedtke, Bergmann, Wrede).
  • Spielfilm: 1:3, 5:5, 5:9, 7:11, 12:13, 16:18 (30.), 21:18, 23:23, 26:26, 26:29, 27:29 (60.). Zuschauer: 175.

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Erstellt:
21. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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