Mathis Schwentker (Mitte) ist neuer deutscher Meister der Berufsreiter. Weyand

Mathis Schwentker (Mitte) ist neuer deutscher Meister der Berufsreiter. Weyand

Reitsport 09.04.2017 Von Die Harke, Von Stefan Schwiersch

Schwentkers größter Erfolg

Der ehemalige Reiter des RFV Kreuzkrug ist neuer Champion der Berufsreiter

Karriere-Höhepunkt für Mathis Schwentker: Der gebürtige Mindener – aufgewachsen in Kirchdorf nahe Steyerberg – gewann am Sonnabend in Bad Oeynhausen den Titel des deutschen Meisters der Berufsreiter. Schwentker ist im Kreis Nienburg noch bestens bekannt, er ritt bis 2011 für den [DATENBANK=3840]RFV Kreuzkrug[/DATENBANK]. Durch das Engagement als Pferdewirtschaftsmeister im Zuchtbetrieb von Paul Schockemöhle in Mühlen wechselte er zum RFV Oldenburger Münsterland, ist aber nach wie vor Stammgast bei den höherklassigen Turnieren im Kreisgebiet.

Beim „Sielpark-Turnier“ setzte sich der 24-Jährige im Stechen gegen Jan Wernke und Michael Kölz durch. Die drei Berufsreiter hatten sich nach zwei Wertungsspringen der Klasse S auf Zwei- und Drei-Sterne-Niveau an den Tagen zuvor für das Finale qualifiziert. Hierbei mussten sie zunächst ihr eigenes Pferd und anschließend die Pferde ihrer Mitbewerber in einem ebenfalls auf Zwei-Sterne-Niveau angesiedelten Springen reiten.

Dabei gab es ein Novum in der Historie des Championats, denn alle drei Reiter hatten nach den drei Runden jeweils vier Strafpunkte auf ihrem Konto. Damit mussten sie nochmals mit ihren eigenen Pferden in einem Stechen das Championat ausreiten.

Bestens gelang dies Mathis Schwentker, der seinen Hannoveraner For Pleasure-Sohn For Success fehlerfrei in 31,98 Sekunden ins Ziel brachte. Jan Wernke, einst Mitglied der Perspektivgruppe Springen des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), leistete sich auf Queen Rubin einen Abwurf, Michael Kölz landete mit Cornetto nach einem Abwurf in 32,92 Sekunden erneut auf dem Bronzerang. Schwentker: „Es ist ein tolles Gefühl. Ich hatte bei meinem ersten Championat nicht damit gerechnet, dass ich gleich gewinne.“

Die Sonderwertung für das beste Pferd im Finale ging an Schwentkers Pferd For Success. Der Fuchs- hengst war das einzige Pferd, das über alle vier Runden fehlerfrei blieb. Burkhard Jung (Wilnsdorf), Präsident der rund 4500 Mitglieder umfassenden Bundesvereinigung der Berufsreiter, würdigte die Leistungen: „Wir haben hier sehr gut reitende Berufsreiter mit gut ausgebildeten Pferden gesehen, die für unseren Berufsstand absolute Werbung gemacht haben. Das war ein Fest des Berufsreitertums.“

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Erstellt:
9. April 2017, 21:00 Uhr
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