Sabine Lüers-Grulke DH

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Landkreis 11.10.2018 Von Sabine Lüers-Grulke

Schwimmen ist lebenswichtig

Guten Tag

Wer schwimmen kann, der ertrinkt nicht. Schwimmen ist keine Freizeitbeschäftigung, die man ausüben oder lassen kann, sondern lebenswichtig. Schwimmkurse, wie die auf dieser Seite beschriebenen, sind unbedingt zu begrüßen – denn sie helfen Kindern unabhängig davon, ob die Eltern das Geld und die Zeit haben, ihrem Nachwuchs das Schwimmenlernen zu ermöglichen.

Nicht nur für Kinder und Jugendliche aus Herkunftsländern, die weder Küste noch Seen, geschweige denn Schwimmbäder haben, ist es wichtig, das Schwimmen zu erlernen. Doch auch viele einheimische Kinder können nicht oder nur unzureichend schwimmen. Das wird seit Jahren beklagt, doch dagegen getan wird wenig.

Schwimmbäder in Deutschland werden heutzutage geschlossen, wenn sie nicht mehr genug Geld einbringen oder Sanierungen zu teuer erscheinen. Da muss ein Umdenken stattfinden: Schwimmen zu können darf kein Luxus sein.

Schwimmbäder gehören zur Daseinsvorsorge, zu der Kommunen verpflichtet sind, und es ist richtig, dafür Steuergelder einzusetzen. Noch kein Schwimmbad hat sich je selbst finanziert. Aber das tun Turnhallen, Schulen, Kindergärten, Theater, Straßen und Wege auch nicht. In der Samtgemeinde Marklohe hatte man die Kosten der Freibäder auf 100 000 Euro gedeckelt, die in diesem Jahr nicht einmal gebraucht wurden (DIE HARKE berichtete). Vielleicht könnte man mit dem gesparten Geld im kommenden Jahr früher öffnen?

Wer bei den Bädern spart, der spart am falschen Ende. Das zeigen die Zahlen aus diesem „Jahrhundertsommer“. Bei dem heißen Wetter sind so viele Menschen ertrunken wie seit zehn Jahren nicht. 445 Badetote hatte die DLRG allein bis Mitte September in Deutschland gezählt: ein Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist tragisch.

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Erstellt:
11. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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