Gleich sechs Fahrzeugführer mussten am Wochenende ihren Führerschein abgeben. Foto: Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Gleich sechs Fahrzeugführer mussten am Wochenende ihren Führerschein abgeben. Foto: Gerhard Seybert - stock.adobe.com

Nienburg 29.11.2020 Von Die Harke

Sechs Führerscheine eingezogen

Polizei ahndet Verstöße gegen Tempolimit sowie Alkhol- und Drogenfahrten

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die Polizei Nienburg an mehreren Orten im Stadtgebiet Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Für die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung in der Nacht war ein 18-Jähriger verantwortlich, der auf der Südumgehung Nienburg bei erlaubten 70 mit 139 Stundenkilometern gemessen wurde. Der Raser hatte seinen Führerschein seit genau einem Monat und war mit dem Audi seines Vaters unterwegs. Den 18-Jährigen erwartet ein Bußgeld im hohen dreistelligen Bereich und eine Nachschulung. Seinen Führerschein muss er für zwei Monate abgeben und es gibt zudem zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei.

Gegen 1 Uhr waren zwei weitere Verkehrsteilnehmer auf der Verdener Landstraße in Nienburg viel zu schnell unterwegs. Bei erlaubten 50 Stundenkilometern wurde zunächst ein 20-jähriger mit 93 Stundenkilometer gemessen. Kurze Zeit später ist an gleicher Stelle ein 29-jähriger Taxifahrer mit 88 Stundenkilometer gemessen worden. Auch hier müssen beide Verkehrsteilnehmer mit einem dreistelligen Bußgeld rechnen. Es kommen ein einmonatiges Fahrverbot und ebenfalls zwei Punkte in Flensburg auf die beiden Fahrer zu.

Fahrten unter Alkhol- und Drogeneinfluss

Bei einer weiteren Verkehrskontrolle im Stadtgebiet Nienburg wurde gegen 20:32 Uhr ein Pkw eines Pflegedienstes angehalten und kontrolliert. Bei der 57-jährigen Fahrzeugführerin wurde von den Beamten Atemalkoholgeruch festgestellt, ein Test ergab eine Atemalkoholkonzentration von 0,96 Promille. Es wurde eine Blutentnahme angeordnet und entnommen. Der Fahrzeugführerin droht ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, auch hier verbunden mit einem einmonatigen Fahrverbot und zwei Punkten.

Der gleichen Streifenwagenbesatzung fiel gegen 22:48 Uhr ein weiterer Pkw im Stadtgebiet auf, dessen Kontrolle den Verdacht erbrachte, dass der 25-jährige Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss stand. Auch ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Bestätigt die Blutuntersuchung, dass der junge Mann seinen Pkw unter Drogeneinfluss geführt hat, erwartet auch ihn ein Bußgeld von 500 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Nach Rücksprache mit dem Bereitschaftsdienst der Staatsanwaltschaft Verden wurde im weiteren Verlauf der Kontrolle der Pkw des 25-jährigen vor Ort durchsucht. Die Durchsuchung förderte eine geringe Menge einer Substanz zu Tage, bei der es sich wohl um Drogen gehandelt haben dürfte. Eine Untersuchung der Substanz steht hier noch aus. Zudem wurde im Pkw ein Teleskopschlagstock gefunden. Hier wurden weitere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Gegen 2 Uhr in der Nacht wurde im Bereich der Zentraldeponie Krähe ein mit drei Personen besetzter Pkw angehalten und kontrolliert. Ziemlich schnell wurde in der Kontrolle klar, dass der 25-jährige Fahrzeugführer alkoholisiert war. Der folgende Alkoholtest vor Ort hat einen Wert von 1,98 Promille ergeben. Folge war die dritte Blutentnahme bei einem Fahrzeugführer in der laufenden Nacht. Bei diesem Wert muss sich der Fahrzeugführer einem Strafverfahren wegen „Trunkenheit im Verkehr“ stellen. Zu erwarten ist die Entziehung der Fahrerlaubnis des alkoholisierten Fahrzeugführers, zu deren Vorbereitung der Führerschein vor Ort bereits beschlagnahmt wurde. Dazu kommt erfahrungsgemäß eine einkommensabhängige Geldstrafe. Sollte die Blutuntersuchung des Beschuldigten einen Wert von über 1,6 Promille Blutalkoholkonzentration ergeben, muss sich der Fahrzeugführer einer medizinisch-/psychologischen Untersuchung stellen, um nach Ablauf einer mehrmonatigen Sperrfrist seinen Führerschein wiederbekommen zu können.

Überhöhte Geschwindigkeit und fahren unter Alkohol- und Drogenbeeinflussung gehören deutschlandweit zu den Hautunfallursachen. Nicht zuletzt deshalb müssen sich Verkehrsteilnehmer auch künftig auf zielgerichtete Kontrollen einstellen. Verstöße in diesen Deliktsbereichen werden konsequent verfolgt.

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Erstellt:
29. November 2020, 09:05 Uhr
Lesedauer:
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