Vanessa Borgs, Melia Meyer und Michelle Mees (von links) bei ihrer Präsentation. Foto: MDG Nienburg

Vanessa Borgs, Melia Meyer und Michelle Mees (von links) bei ihrer Präsentation. Foto: MDG Nienburg

Nienburg 27.02.2021 Von Nikias Schmidetzki

Sechs Preise für acht Projekte

Jugendliche vom MDG erreichen Spitzenplatzierungen bei „Jugend forscht“

Einmal mehr haben Schülerinnen und Schüler des Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums (MDG) beim Regionalwettbewerb von „Jugend-Forscht“ Spitzenplatzierungen erreicht. Für acht Projekte in vier Kategorien gingen sechs Preise nach Nienburg.

Jugend-Forscht in Corona-Zeiten? Schwierig. Der Herausforderung haben sich Einzelbewerber und Gruppen gestellt. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen: „Es geht.“

Dabei war einiges anders als in den Vorjahren. „Keine Stände und Plakate in Hannover, keine Live-Juroren-Gespräche und keine Feierstunde“, berichtet Lehrer Martin Reuss vom MDG. Über Video-Live-Konferenzen zeigten sich die Jugendlichen den Juroren. Neben den bekannten Fragen, ob die Verbindung steht, alles zu sehen und zu hören ist, mussten sie sich nun auch überlegen, wie sie ihre Projekte in dieser Form möglichst gut vorstellen.

Voll des Lobes ist Reuss dafür: „Unsere Schüler zeigten dabei kreative Ansätze, wie mit der Situation umgegangen werden konnte. Von großen Aufbauen, die mit mehreren (vier) Kameras gezeigt werden konnten bis hin zu perfekten Notizen rund um die Bildschirme.“ Präsentationstechnisch sei das eine Eins plus, meint Reuss: „Die Schüler bewiesen dabei alle hervorragende Präsentationsfertigkeiten und meisterten die besonderen Ansprüche dieser Zeit spielend.“

Einen Tag später wurden – per YouTube-Livestream die Siegerinnen und Sieger gekürt. „Es war eine perfekt geplante und durchgeführte Veranstaltung – es geht eben digital auch ganz wunderbar“, findet Reuss auch dafür lobende Worte.

Vor allem aber liefen die Nienburger Projekte eben rund. Und so schnitt das MDG wiederholt ganz hervorragend ab und errang zwei Regionalsiege, zwei zweite Plätze und gewann zwei Sonderpreise.

  • Im Bereich Technik präsentierte Jennifer Schott (Jahrgang 13) ein Low-Cost-Elektrolyse-System zur Gewinnung von Wasserstoff-Knallgas. Sie integrierte die Apparatur in ein Auto und konnte somit den Kraftstoffverbrauch senken. Sie gewann damit den 1. Platz und ist für den Landeswettbewerb qualifiziert.
  • Im Bereich Biologie stellten Tim Lempfer, Jonathan Schlesner (Jahrgang 13) und René Wagner (Jahrgang 12) den anthropogenen Einfluss auf das Pilzwachstum in einer sehr ausführlich angelegten Studie dar. Auch sie belegten einen 1. Platz und sind für den Landeswettbewerb qualifiziert.
  • Im Bereich Arbeitswelt stellten Tabea Karow, Jannis Weidlich und Niklas Beke-Bramkamp (Jahrgang 13) die Feinstaubfilterung bei Traktoren vor - eigene Filtersysteme können die Luft zu 96 Prozent reinigen. Dieses Projekt wurde mit dem 2. Platz belohnt.
  • Auch im Bereich Technik traten Paul Paysan und Torben Heine mit einer Arbeit zur Raumluftüberwachung an. In einem Modellsystem konnten Lüfter abhängig von der Kohlenstoffdioxidmenge selbstständig die Raumluft regulieren – ein hoch aktuelles Thema. Dieses Projekt wurde mit dem 2. Platz belohnt sowie einem Sonderpreis.
  • Auch eine gute Präsentation zeigten Thea Laue und Theresa Schalwig (Jahrgang 13). Sie zeigte, wie viel Feinstaub in einem Stoß Deo enthalten ist. Dafür gab es von der Jury einen Sonderpreis.
  • Außerdem angetreten war Felix Knierum (Jahrgang 12) im Bereich Biologie mit einem Projekt zur Nitratminimierung in Gewässern. Zusätzlich präsentierten in diesem Bereich nochmal Tim Lempfer und René Wagner ein Projekt, welches sich mit dem Einfluss von Mikroplastik auf Weizenkeimung beschäftigte.
  • Im Bereich Chemie stellten Michelle Mees, Vanessa Borgs und Melia Meyer (Jahrgang 11) zudem die Vorzüge von Wachspapier dar.
  • Und Jonathan Schlesner, Helen Podehl und Sophie Twachtmann (Jahrgang 13) zeigten eine Arbeit zur eigenen Herstellung von Sichtbrillen der Skihelme.

Die Sieger durften anschließend ihre Arbeiten weiterentwickeln, um in drei Wochen beim Landeswettbewerb anzutreten – ebenfalls online. Übung haben sie ja bereits.

Wer die Preisverleihung ansehen möchte, kann das via Youtube tun, dort tauchen die Nienburger ab 1:24:58 und 1:36:53 auf.

Zum Artikel

Erstellt:
27. Februar 2021, 19:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 46sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.