Die Nutzung der Wasserfläche für Wassersport bleibt ebenso weiter möglich wie die Nutzung der Strände, der Badeinsel, der Stege und der Aussichtspunkte. Foto: Archiv

Die Nutzung der Wasserfläche für Wassersport bleibt ebenso weiter möglich wie die Nutzung der Strände, der Badeinsel, der Stege und der Aussichtspunkte. Foto: Archiv

Steinhude 30.07.2020 Von Die Harke

Seefläche bleibt Landschaftsschutzgebiet

Beginn des Ausweisungsverfahrens für Landschaftsschutzgebiet: Keine wesentlichen neuen Einschränkungen

Die Region Hannover überarbeitet aktuell die Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes „Seefläche Steinhuder Meer“. Das Verfahren ist notwendig, um die Vorgabe der EU zu erfüllen, die sogenannten Natura-2000-Flächen zu sichern.

„Die alte Landschaftsschutzgebietsverordnung aus dem Jahr 1981 genügt nicht mehr den EU-rechtlichen Anforderungen und muss daher überarbeitet werden“, erläutert Christine Karasch, Umweltdezernentin der Region Hannover.

Gerichtet an alle, die Sorge vor großen Veränderungen haben, stellt Karasch klar: „Es ändert sich kaum etwas. Die Nutzungen, die schon im bestehenden Landschaftsschutzgebiet und auch durch die Dümmer-Steinhuder-Meer-Verordnung geregelt wurden, bleiben erlaubt.“

Wie bereits im alten Landschaftsschutzgebiet sollten die Handlungen untersagt werden, die Flora und Fauna sowie die ruhige Erholung stören könnten: Dazu gehörten zum Beispiel Lärm, frei laufende Hunde und offenes Feuer. Die Nutzung der Wasserfläche für Wassersport bleibt ebenso weiter möglich wie die Nutzung der Strände, der Badeinsel, der Stege und der Aussichtspunkte. Das bestehende Nacht- und Winterfahrverbot der Dümmer-Steinhuder-Meer-Verordnung bleibe bestehen.

Tatsächlich verändere sich durch die neue Schutzgebietsverordnung für die Nutzerinnen und Nutzer kaum etwas. Neu sei lediglich die Einrichtung einer zeitlich befristeten Sperrzone westlich des Wilhelmsteins von Mitte September bis März. Die Umsegelung der Insel werde indes weiter möglich sein.

„Hier folgt die Region Hannover einer Empfehlung der Staatlichen Vogelschutzwarte, im Westuferbereich ein um sechs Wochen vorgezogenes Winterfahrverbot festzulegen, um einen Rückzugsraum für die rastenden Wasservögel zu sichern“, erklärt die Leiterin des Fachbereichs Umwelt, Sonja Papenfuß.

Die neue Verordnung enthalte zudem eine Reihe von Erleichterungen gegenüber der geltenden Fassung: Für die Veranstaltung „Steinhuder Meer in Flammen“ musste von der Naturschutzbehörde bislang eine „Befreiung“ erteilt werden. Für diese Traditionsveranstaltung sei künftig nur noch eine Erlaubnis nötig.

Trotz Lärmverbotes, das in allen Landschaftsschutzgebieten verankert ist, seien Veranstaltungen mit Musik weiter möglich, wenn sie mit der Region Hannover abgestimmt sind. Die Badeinsel, der Wilhelmstein, der Surf- und der Badestrand seien mit ihren vorhandenen Einrichtungen zwar Teil des neuen Landschaftsschutzgebiets. Für diese vier Bereiche gelte aber: Sie dürfen wie bisher genutzt werden. Dies schließe auch Veranstaltungen ein.

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Erstellt:
30. Juli 2020, 17:09 Uhr
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