Annika Büsching DH

Annika Büsching DH

Südkreis 01.05.2019 Von Annika Büsching

Segensreiche Nachbarinnen

79343 Nun meldete sich die Loccumerin Elli Heineking (69) in der Südkreisredaktion und berichtete von ihren ganz persönlichen Erfahrungen. Nach einer Augen-OP im vergangenen Sommer war die Seniorin auf Hilfe angewiesen, und anderem, weil ihr sechsmal täglich Augentropfen verabreicht werden mussten. „Schon in der Klinik haben die sich die Finger wundtelefoniert – keine Chance. Kein Pflegedienst war bereit, das zu übernehmen“, berichtet die 69-Jährige. Zwei Nachbarinnen seien schließlich eingesprungen. Eine stellte sich gar den Wecker, um stets pünktlich zur Stelle zu sein.

„Die letzten Tropfen habe ich abends um 22 Uhr bekommen! Die beiden haben immer gesagt: ‚Elli, das ist doch selbstverständlich.‘ Aber das ist es eben nicht. Das ist mehr als Nachbarschaftshilfe!“, betont Elli Heineking. Bei der Folge-OP habe sie dem Krankenhaus-Personal gleich zu verstehen gegeben, dass auf die Damen von nebenan Verlass sei und man sich die Nachfrage bei einem Pflegedienst sparen könne.

Sicher sei nicht jeder, der im Alter Hilfe benötige, in solch glücklicher Situation, ist die 69-Jährige überzeugt. Eben drum sei ihr beim Lesen der Themenseiten noch einmal bewusst geworden, wie dankbar sie auch heute, Monate später, noch für das Erlebte sei. „Dass ich, nachdem ich zuletzt nur noch fünf Prozent Sehkraft hatte, nach einer doppelten Hornhautspende wieder mit beiden Augen gucken kann, ist ein Gottesgeschenk. Dafür danke ich dem tollen Personal im Krankenhaus, aber mehr noch meinen beiden Nachbarinnen. Ein großes, großes Dankeschön!“

Zum Artikel

Erstellt:
1. Mai 2019, 21:02 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.