Kirsten Heusmann (2. von links) und Anja Altmann (2. von rechts) nahmen den symbolischen Scheck von Jette Gehle, Sonja Lücke, Sven Koegel und Kirsten Lienhop entgegen. Foto: Schmidetzki

Kirsten Heusmann (2. von links) und Anja Altmann (2. von rechts) nahmen den symbolischen Scheck von Jette Gehle, Sonja Lücke, Sven Koegel und Kirsten Lienhop entgegen. Foto: Schmidetzki

Nienburg 25.11.2021 Von Nikias Schmidetzki

Sehr hohe Auslastung im Nienburger Frauenhaus in diesem Jahr

Zahnarztpraxis Sven Koegel spendet 1000 Euro an den Verein „Hilfe für Frauen in Not“

1000 Euro hat die Nienburger Zahnarztpraxis von Sven Koegel dem Verein „Nienburger Frauenhaus – Hilfe für Frauen in Not“ gespendet. Zusammengekommen ist das Geld aus einer Sammlung der Mitarbeiterinnen, dessen Ergebnis Koegel aufgestockt hat.

Ganz aktuell haben das Frauenhaus und die Beratungsstelle mit besonders vielen Fällen zu tun. Die Coronakrise mit Kontaktbeschränkungen wirkt sich auch auf häusliche Gewalt aus. „In diesem Jahr haben wir eine sehr hohe Auslastung“, sagt Mitarbeiterin Kirsten Heusmann.

Mitunter habe der Verein Frauen an Einrichtungen in anderen Städten vermitteln müssen, weil das Nienburger Frauenhaus voll belegt war. Sieben Zimmer stehen grundsätzlich zur Verfügung. Abhängig von der Anzahl der Kinder, die viele Frauen mitbringen, wohnten dort übergangsweise im Schnitt zehn Personen, erklärt Heusmann.

Geld soll für besondere Ausgaben verwendet werden

Die Mitarbeiterinnen der Praxis haben erneut, wie schon 2020, statt für Geschenke an ihren Chef zum Geburtstag und zu Weihnachten mit ihm zusammen einen Spendenzweck ausgesucht. „Wir wollen das Geld für besondere Ausgaben für Kinder oder Frauen ausgeben“, sagt Heusmann. Das könnten Schulutensilien sein, aber auch Kinobesuche, Ausflüge oder tiergestützte Pädagogik.

Wir machen Werbung gegen die Gewalt.

Vereinsvorsitzende
Anja Altmann

Betroffen von Gewalt seien Frauen aller Nationalitäten und sämtlicher sozialer Schichten, sagt Heusmann. Um auf das Thema aufmerksam zu machen, verteilen Mitarbeiterinnen an diesem Samstag, 27. November, auf dem Nienburger Wochenmarkt heute Brötchentüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ – ein Brötchen inklusive.

„Wir machen Werbung gegen die Gewalt“, sagt Vereinsvorsitzende Anja Altmann. Auf der Tüte sind Telefonnummern der Polizei, des Frauenhauses und der Beratungsstellen sowie die des Hilfetelefons bei Gewalt gegen Frauen (0800) 11 60 16 abgedruckt.

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Erstellt:
25. November 2021, 14:58 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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