Voigtei 30.05.2018 Von Die Harke

Seit 65 Jahren Erdöl und Erdgas

Exxon-Mobil konzentriert Produktion

Im Mai 1953 fand die Erstbesteigung des 8848 Meter hohen Mount Everest statt. In der Gemeinde Steyerberg wurde zur gleichen Zeit 1300 Meter in die andere Richtung nach Erdöl gebohrt. Auch nach 65 Jahren wird nach Angaben des Konzerns Exxon-Mobil aus der Bohrung „Voigtei 1“ noch immer Erdöl gefördert; inzwischen seien es bisher insgesamt mehr als 150000 Tonnen. 1963 sei mit der Norddeutschen Erdgasaufbereitungsanlage (NEAG) in Voigtei eine der größten Erdgasaufbereitungsanlagen der Welt errichtet worden. Mit dem dort aufbereiteten Erdgas hätten Exxon-Mobil zufolge circa 50 Millionen Haushalte ein Jahr lang versorgt werden können. Nebenprodukt der Erdgasaufbereitung seien insgesamt knapp 15 Millionen Tonnen Schwefel, die Rohstoff für Düngemittel, Farben, Lacke und vieles mehr verwendet worden seien.

Der flüssige Schwefel sei per geheizter Pipeline zum Betrieb Barenburg gepumpt und von dort per Bahn mit Kesselwagen abtransportiert worden. Die 50-jährige Ära der Erdgasaufbereitung endete mit der Stillegung Ende 2013. „Damit verließ auch der letzte Schwefelzug Barenburg, feierlich begleitet von Eisenbahnenthusiasten, die aber auch weiterhin den Transport des lokal geförderten Erdöls von Barenburg per Zug zur Raffinerie in Lingen beobachten können“, heißt es weiter.

Damals wie heute habe die Sicherheit bei allen Arbeiten oberste Priorität. Eine besondere Sicherheitsleistung habe der Betrieb Voigtei Anfang diesen Monats gefeiert: Seit 3000 Tagen, das heißt mehr als acht Jahre, sei im Förderbetrieb kein meldepflichtiger Unfall aufgetreten.

„Ich gratuliere den Mitarbeitern von Exxon-Mobil zu diesem Meilenstein ganz herzlich“, sagt Heinz-Jürgen Weber, Bürgermeister des Flecken Steyerberg „Was gibt es besseres, als wenn alle nach der täglichen Arbeit wieder unversehrt nach Hause kommen; das hat Vorbildfunktion“, so Weber.

Die Betriebe Barenburg und Voigtei seien laut Exxon-Mobil fest in der Region verwurzelt – nicht zuletzt durch ihre Mitarbeiter, die in der Region wohnen. „Um fit für die Zukunft zu sein und eine wirtschaftlich attraktive Produktion über das Jahr 2020 hinaus gewährleisten zu können, hat Exxon-Mobil seit Jahresbeginn die Verantwortlichkeiten für die Erdgas- und Erdölförderung der Betriebe Söhlingen, Eldingen, Voigtei und Barenburg gebündelt. In den Betrieben Voigtei und Barenburg leistet ein Team aus rund 120 Mitarbeitern auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung in der Region“, teilt das Unternehmen abschließend mit.

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Erstellt:
30. Mai 2018, 21:00 Uhr
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