Kerstin Brunegraf und Ada Bobrova beraten Migrantinnen. CJD

Kerstin Brunegraf und Ada Bobrova beraten Migrantinnen. CJD

nienburg 16.12.2017 Von Die Harke

Selbstständigkeit für Migrantinnen

CJD-Serie: „Willkommen in Nienburg / „WillKerstin Brunegraf und Ada Bobrova beraten mit dem Angebot „ARISE“

Ada Bobrova und Kerstin Brunegraf betreuen in Nienburg das Angebot „ARISE – Appetite for Enterprise“ für Migrantinnen. Übersetzt kann Arise mehrere Bedeutungen haben: Auftauchen, aufstehen, sich erheben, sich bilden – und das alles trifft auf dieses Angebot zu.

Ein Quereinstieg ist nicht möglich, da die Kontinuität der Gruppe gewährleistet sein soll, um ein tragfähiges Netzwerk zu bekommen. Es gibt offiziell keine Sprachanforderung, jedoch ist Deutsch die Unterrichtssprache, und in einem Beratungsgespräch wird geklärt, ob eine Teilnahme ratsam ist oder nicht. Es gibt keine Kinderbetreuung. Die Lehrgangszeiten sind überwiegend vormittags. Lust/Appetit auf das eigene Unternehmen – den Zusatz –lässt sich mit der Frage erklären: Wofür brenne ich? Was kann ich und will damit in die Selbständigkeit gehen? Das für Teilnehmerinnen kostenfreie Projekt wird von der europäischen Union finanziert.

Kerstin Brunegraf studierte Geschichte und Romanistik und legte ihren Schwerpunkt auf die Arbeit mit Frauen. Ada Bobrova kam vor elf Jahren als Diplom-Juristin von Witebsk nach Deutschland. Weil ihr Abschluss hier nicht anerkannt wurde, studiert sie derzeit in Hannover erneut Jura.

Ansprechen möchten die Projektmitarbeiterinnen Frauen mit Migrationsbiografie, was bedeutet, dass mindestens ein Elternteil Migrantin oder Migrant ist, im Landkreis Nienburg. In 20 Modulen wird interessierten Frauen ab dem 29. Januar in den Räumlichkeiten von „[DATENBANK=3396]Frau und Wirtschaft[/DATENBANK]“, Goetheplatz 5a in Nienburg, ein gutes Rüstzeug für die Selbständigkeit an die Hand gegeben.

Zu Beginn geht es darum die sogenannten Softskills, die jede Frau mitbringt herauszufinden, es wird eine Kompetenzbilanzierung durchgeführt, man könnte auch so sagen, alle Fähigkeiten, die Frau mitbringt, das Unternehmen „Familie“ am Laufen zu halten, sind für die eigene Selbständigkeit hilfreich. Ein weiteres Thema ist der Umgang mit Krisen und Konflikten. Dabei wird immer Wert darauf gelegt, das Selbstwertgefühl der Frauen zu stärken.

Weiterhin wird das Handwerkszeug vermittelt, von der Geschäftsidee zur realen Umsetzung. Buchführung und Selbstmarketing sind wichtige Bereiche, Ziel ist hierbei einen umsetzbaren Businessplan zu erstellen und vorzustellen.

Exkursionen sind geplant unter anderem zum Gründerzentrum in Hannover. Es werden Kontakte zu bereits erfolgreichen Unternehmerinnen aufgenommen, die Mut machen sollen, eigene Ängste loszulassen und den eigenen Weg beherzt weiter zu gehen.

Drei Dinge gilt es noch zu beachten:

Angesprochen fühlen dürfen sich alle Frauen; egal, ob sie mit selbstgemachten Marmeladen starten wollen oder Ideen für ein Modelabel haben.

Und wenn eine Teilnehmerin wirklich feststellen sollte, dass Selbständigkeit nicht ihr Thema ist, dann hat sie wenigstens diese Erkenntnis gewonnen, teilen die Begleiterinnen mit.

Alle Frauen, die sich angesprochen fühlen, sollten schnellstmöglich Kontakt aufnehmen mit [DATENBANK=916]Ada Bobrova[/DATENBANK] unter Telefon (05021)8960280, per E-Mail an ada.bobrova@vnb.de oder mit [DATENBANK=2110]Kerstin Brunegraf[/DATENBANK] unter Telefon (05021) 9229196, per E-Mail: kerstin.brunegraf@vnb.de.

Das Begegnungscafe St.Martin macht Weihnachtspause. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 9. Januar, im [DATENBANK=340]Kulturwerk[/DATENBANK] in Nienburg statt und ist offen für alle.

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Erstellt:
16. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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