«Europa steht vor einem großen Test. Ist Europa fähig, seine Werte zu verteidigen?» :Wolodymyr Selenskyj. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

«Europa steht vor einem großen Test. Ist Europa fähig, seine Werte zu verteidigen?» :Wolodymyr Selenskyj. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Luxemburg 02.06.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Selenskyj: Ukraine ist de facto schon EU-Mitglied

Die Ukraine habe bereits durch ihr Handeln gezeigt, „dass sie die europäischen Kriterien erfüllt“, sagt Präsident Selenskyj. Und warnt vor Putin - ohne ihn beim Namen zu nennen.

Die Ukraine betrachtet sich nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schon jetzt als Teil der Europäischen Union. „Die Ukraine ist bereits de facto Mitglied der EU geworden“, sagte Selenskyj in einer Videoansprache vor dem luxemburgischen Parlament. „Ich glaube, dass die Ukraine bereits durch ihr Handeln zeigt, dass sie die europäischen Kriterien erfüllt.“ Selenskyj zeigte sich überzeugt, dass sich Luxemburg dafür einsetzen werde, im Juni den offiziellen Status eines EU-Beitrittskandidaten zu erhalten und „in einem beschleunigten Verfahren EU-Mitglied zu werden“. „Europa steht vor einem großen Test. Ist Europa fähig, seine Werte zu verteidigen?“, sagte der ukrainische Präsident. Selenskyj warnt vor „dunklen Stunden“ wie im Zweiten WeltkriegOhne den russischen Präsidenten Wladimir Putin namentlich zu erwähnen, sagte er: „Man muss diesen einzelnen Menschen daran hindern, die europäischen Werte zu zerstören. Wenn es uns nicht gemeinsam gelingt, diesen Mann zu stoppen, dann sind dies dunkle Stunden. Dunkle Stunden, die wir bereits im Zweiten Weltkrieg erlebt haben.“ Selenskyj forderte weitere Sanktionen der EU gegen Russland und die Lieferung von „mehr Waffen, modernen Waffen“. Der russische Angriff auf die Ukraine sei eine „Katastrophe von globalem Ausmaß, die uns an den Zweiten Weltkrieg erinnert, als die Bedrohung durch die Nazis auf ganz Europa lastete“.

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Erstellt:
2. Juni 2022, 11:42 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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