Die Polizei warnt vor solchen Maschen und gibt Hinweise, wie sich Betroffene verhalten sollten. Foto: highwaystarz - Fotolia

Die Polizei warnt vor solchen Maschen und gibt Hinweise, wie sich Betroffene verhalten sollten. Foto: highwaystarz - Fotolia

Nienburg 23.04.2020 Von Die Harke

Seniorin bei Fake-Gewinnspiel betrogen

Nienburgerin zahlte 1.000 Euro in Form von Gutschein-Codes / Polizei warnt

In der vergangenen Woche ist eine 83-jährige Nienburgerin telefonisch betrogen geworden: Um ihren angeblichen Geldgewinn bei einem Gewinnspiel zu erhalten, wurde sie dazu aufgefordert, etwa 1.000 Euro in Form von Gutscheinkarten zu übermitteln.

Die befindlichen Codes sollte die Frau an die veranstaltende Lotterie als „Bearbeitungsgebühr“ weitergeben. Nachdem die Seniorin dieser Aufforderung nachgekommen war, suchten die Betrüger erneut Kontakt. Dieses Mal behaupteten sie, die zunächst angekündigte Gewinnsumme habe sich nachträglich nahezu verdreifacht.

Diese nunmehr deutlich höhere Gewinnsumme wurde aber wieder an eine Bedingung geknüpft: Die Nienburgerin sollte einen mittleren vierstelligen Betrag überweisen, um die Auszahlung schließlich erhalten zu können.

Achtung! – Das sagt die Polizei:

Die Polizei bittet die Mitbürgerinnen und Mitbürger darum, auf derartige Gewinnspielversprechen, die vor der Auszahlung eine finanzielle Gegenleistung einfordern, nicht zu reagieren, sondern sich an die örtliche Polizeidienststelle zu wenden.

„Folgende Hinweise können Ihnen dabei helfen, diese Betrugsmasche zu erkennen und sich vor finanziellen Schäden zu schützen. Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben. Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern, zahlen Sie keine Gebühren oder wählen gebührenpflichtige Sondernummern (gebührenpflichtige Sondernummern beginnen beispielsweise mit der Vorwahl: 0900..., 0180..., 0137….“, heißt es seitens der Beamten.

Weiter: „Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon. Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches. Fragen Sie die Anrufenden nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt und was genau Sie gewonnen haben. Notieren Sie sich die Antworten. Weisen Sie unberechtigte Geldforderungen zurück.“

Weitere Informationen über diese Betrugsstraftat und zu anderen polizeilichen Präventionsthemen finden Interessierte auch im Internet unter www.polizei-beratung.de.

Zum Artikel

Erstellt:
23. April 2020, 12:43 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.