Allein die DLRG-Einsatzkräfte haben in Niedersachsen über 100 Personen vor dem Ertrinken gerettet. DLRG

Allein die DLRG-Einsatzkräfte haben in Niedersachsen über 100 Personen vor dem Ertrinken gerettet. DLRG

Landkreis 01.06.2017 Von Die Harke

Sicher durch die Badesaison

Der DLRG-Landesverband gibt Tipps und blickt nochmals auf 58 Opfer des vergangenen Jahres

Dank der sommerlichen Temperaturen hat die Badesaison vielerorts schon vor den Sommerferien begonnen. „Doch leider kommt es beim Baden regelmäßig zu schwerwiegenden Unfällen – meist mit Todesfolge wie jüngst am Silbersee bei Hannover“, schreibt der Landesverband der [DATENBANK=1673]Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft[/DATENBANK] (DLRG). Gerade ungeübte Schwimmer und Nichtschwimmer seien stark gefährdet. „Wer jedoch bestimmte Baderegeln beachtet, kann das nasse Vergnügen unbeschwert genießen.“ Der DLRG gibt folgende Tipps:

  • Kopfsprünge in unbekannte Gewässer sind lebensgefährlich und tabu!
  • Gerade die unsichtbaren Gegenstände unter der Wasseroberfläche, wie zum Beispiel Steine oder Felsen, können einen schwer verletzen.
  • Nach dem Sonnenbaden sollte man nicht „einfach drauf los“ ins Wasser springen, sondern den Körper langsam an den Temperaturunterschied gewöhnen.
  • Zunehmend ertrinken ältere Menschen. Hier ist ein Gesundheitscheck eine gute präventive Maßnahme. Denn bei Herz-Kreislaufproblemen kann das Baden lebensgefährlich sein.
  • Die Jüngeren neigen eher zu Leichtsinn, einer höheren Risikobereitschaft sowie Alkoholkonsum, was beim Baden schnell zu Unfällen führt.
  • Luftmatratzen, aufblasbare Badeboote oder Gummitiere sind nur Hilfsmittel und bieten für Nichtschwimmer keine Sicherheit.
  • Die meisten Ertrinkungsfälle sind an unbewachten Badestellen zu verzeichnen. Daher ist es ratsam, sich immer an bewachten Stränden aufzuhalten.

Als Warnung wird auf die Bilanz der Saison des vergangenen Jahres geblickt: „Niedersachsenweit wurden 2016 insgesamt 58 Opfer gezählt. Über die Hälfte aller Todesfälle ereigneten sich in den Sommermonaten Juni, Juli und August. Besonders an unbewachten Gewässern und Abschnitten sind die meisten Todesfälle zu beklagen. 2016 ertranken vor allem Personen an unbewachten Seen beziehungsweise Teichen sowie in Flüssen. Gerade Flüsse werden immer wieder stark unterschätzt. Die Strömungen sind tückisch und oftmals sind sie als solche auch nicht zu erkennen. An bewachten Gebieten konnten in ganz Niedersachsen über 100 Personen allein durch die DLRG-Einsatzkräfte vor dem Ertrinken gerettet werden – davon bestand in mehreren Fällen akute Lebensgefahr für die Retter selbst.“

Zum Artikel

Erstellt:
1. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.