Die bunten Stühle in Nienburgs Innenstadt kommen auch bei diesen Damen gut an.

Die bunten Stühle in Nienburgs Innenstadt kommen auch bei diesen Damen gut an.

Sie finden‘s wunderbar

„Arbeitskreis für ein altengerechtes Nienburg“ freut sich sehr über die bunten Stühle in der Innenstadt

Von Edda Hagebölling.

Nienburg. Wunderbar findet der „Arbeitskreis für ein altengerechtes Nienburg“ um Dorothea Mettchen die bunten Stühle, die seit etwa zwei Wochen vor den Geschäften in der Innenstadt stehen. Schon mehrfach hatten die Damen – und mit ihnen etliche andere – darauf hingewiesen, dass in Nienburg dringend mehr Sitzgelegenheiten benötigt würden. Einfach so zum Verweilen und Klönen. Aber auch, weil Ältere häufiger eine Verschnaufpause einlegen müssen. Der Nienburg Service hatte schließlich die Intiative ergriffen und 90 Stühle in den Nienburger Farben blau, rot und gelb angeschafft. Die Mitglieder der Werbegemeinschaft wiederum waren gerne bereit, Patenschaften für die Stühle zu übernehmen und dafür Sorge zu tragen, dass sie den Besuchern der Innenstadt während der Öffnungszeiten zur Verfügung stehen.

Mit der Aktion hat der Nienburg-Service gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erlegt. Zum einen wurden die von vielen vermissten Sitzgelegenheit geschaffen, zum anderen können die Geschäftsleute auch auf diesem Wege signalisieren: hier sind Kunden willkommen. Jeder der 90 Stühle trägt die Aufschrift: „Kurz mal ausruhen und entspannen ... Bitte nehmen Sie Platz! Ihre Nienburger Kaufleute”.

Mit Dorothea Mettchen und Anita Winzer war die HamS vor „Chocolata“ verabredet. An einem der beiden Themenbeete. „Ein idealer Platz zum Klönen“, wie die engagierten Nienburger innen meinen. Auf dem dritten Stuhl hatte bereits Waltraut Arndt Platz genommen. Und als auch noch Monika Radtke Czarnetzki vorbeischlenderte, wurde kurzerhand noch ein vierter Stuhl herangeholt. Und im Anschluss auch brav wieder zurückgestellt.

„Natürlich möchten wir nicht undankbar sein“, betonen die Damen aus dem Arbeitskreis beim anschließenden Cappuccino. Dennoch riefen sie im Gespräch mit der HamS ihre Bitte in Erinnerung, auch an den Straßen, die zum Krankenhaus und zum Friedhof an der Verdener Landstraße führen, Bänke aufzustellen. Die Wege sind für ältere Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, einfach zu weit“, so Anita Winzler. Dass sie zumindest zum Krankenhaus mit dem City-Bus fahren kann, ist ihr durchaus bekannt. „Der fährt aber ab Sonnabendmittag und am Sonntag nicht“, so ihr Einwand.

Erneuern möchten die Arbeitskreismitglieder auch die Bitte, in der Innenstadt kleine Schaukeltiere aufzustellen. „Dann könnten die Eltern und Großeltern auf den Stühlen sitzen und klönen, und für die Kinder wäre ebenfalls gesorgt“, so Dorothea Mettchen.

Und noch ein weiteres Anliegen ist den Frauen wichtig: Parkausweise für Senioren für alle öffentlichen Parkplätze, die nur einmal im Jahr erneuert werden müssen.

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Erstellt:
9. August 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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