Hund, Katze und andere Tiere gehören nicht als Geschenk unter den Weihnachtsbaum, höchstens als Familienmitglied. Tasso

Hund, Katze und andere Tiere gehören nicht als Geschenk unter den Weihnachtsbaum, höchstens als Familienmitglied. Tasso

Landkreis 16.12.2017 Von Die Harke

Sie gehören nicht unter den Baum

Tierschutzorganisation Tasso: Tiere sind keine Geschenke – nicht für Kinder und auch nicht für Erwachsene

Haustiere sind ständige Begleiter, geliebte Gefährten, echte Familienmitglieder – und doch werden sie häufig noch immer wie Dinge behandelt und wie ein Paar Socken verschenkt. Deshalb teilen Tierschutzorganisationen stets wieder mit, dass Tiere möglichst nicht zu Weihnachten verschenkt werden sollten. „Die Entscheidung, ein Tier in die Familie aufzunehmen, sollte gründlich durchdacht und mit allen Beteiligten besprochen werden“, sagt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation Tasso, die Europas größte Haustierregister betreibt. Er findet: „Verschenkt zu werden ist sehr respektlos dem Tier gegenüber und steht in keinem Verhältnis zu der wichtigen Rolle, die Vierbeiner im Leben ihrer Halter einnehmen.“ Vor allem derjenige, der sich später hauptsächlich um das Tier kümmern soll, müsse sich der Verantwortung im Vorfeld bewusst sein.

„Leider passiert es dennoch häufig, dass Eltern ihren Kindern eine ganz besondere Freude machen wollen und unüberlegt ein Haustier für sie kaufen. Zunächst ist die Freude darüber riesig, das Kind liebt seinen neuen Gefährten und kümmert sich gut um ihn. Schnell jedoch lässt häufig das Interesse nach. Anderes wird wichtiger, und die Arbeit bleibt letztlich an den Eltern hängen, die natürlich in jedem Fall die Hauptverantwortung für das Tier zu tragen haben.

Es kann aber auch sein, dass ein Kind einfach nicht weiß, wie es artgerecht mit dem Tier umgehen soll und es deshalb in seinen Bedürfnissen zurückstehen muss“, so die Tierschützer von Tasso. Aber auch Erwachsenen werden immer wieder Tiere geschenkt. Zum Beispiel, weil jemand seinem Partner etwas Gutes tun oder ihm durch eine schwere Zeit hindurch helfen will, berichtet der Tasso-Leiter. Ob aber auch wirklich das Interesse, das Geld und die Zeit vorhanden sind, werde oft nicht berücksichtigt.

„Leider kommt es immer wieder vor, dass Tiere abgegeben werden, weil die Anschaffung nicht ausreichend durchdacht war oder sich die Lebensumstände geändert haben. Bei verschenkten Tieren ist diese Gefahr besonders groß und nicht selten heißt es dann: ab ins Tierheim.

Der Tasso-Tipp für alle Familien, die sich für tierischen Zuwachs entschieden haben: „Nutzen Sie die besinnlichen Tage, um sich gründlich Gedanken über das Bevorstehende zu machen. Erstellen Sie gemeinsam Listen, was Sie alles für ihren tierischen neuen Freund benötigen. Legen Sie fest, wer welche Aufgaben übernehmen wird, und bereiten Sie sich gemeinsam vor. Wenn im neuen Jahr wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, kann die Suche nach Ihrem vierbeinigen Begleiter losgehen.“

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Erstellt:
16. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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