Mit passendem Schuhwerk haben die Bürgerstiftung, vertreten durch Volker Dubberke (links), und der Sportshop Hiller, vertreten durch Marcel Hiller (2. von links) und Christopher Walton (rechts) die Laufgruppe um Tamara Ritter (4. von links) und Julia Kaßing (5. von links) ausgestattet.  Ritter

Mit passendem Schuhwerk haben die Bürgerstiftung, vertreten durch Volker Dubberke (links), und der Sportshop Hiller, vertreten durch Marcel Hiller (2. von links) und Christopher Walton (rechts) die Laufgruppe um Tamara Ritter (4. von links) und Julia Kaßing (5. von links) ausgestattet. Ritter

Nienburg 18.11.2017 Von Nikias Schmidetzki

Sie joggen und walken – für die Gesundheit und die Gruppe

KoMBI und Fundus kooperieren beim Projekt „Läuft“

Raus aus dem Trott und rein in die Laufschuhe. Was gerade mit zunehmender Dunkelheit vielen schwerfällt, gelingt in der Gruppe oft besser. Das beweist auch „Läuft“, ein Gemeinschaftsprojekt von [DATENBANK=6613]KoMBI[/DATENBANK] (Kompetenz, Mehrwert, Beteiligung und Integration) und [DATENBANK=401]Fundus[/DATENBANK]. Es bringt Menschen unterschiedlichen Alters zusammen an regelmäßigen Sport – mit dem langfristigen Ziel, beim Spargellauf zu starten. Mitte September trafen sich Teilnehmende des KoMBI-Projektes zur Entwicklung lokaler Ökonomie und Beschäftigung und Mitarbeiter von Fundus zum ersten Mal. Damals seien nur wenige Minuten Laufen am Stück drin gewesen, erinnern sich Sozialarbeiterin Julia Kaßing (Fundus) und KoMBI-Projektleiterin [DATENBANK=1591]Tamara Ritter[/DATENBANK].

Zur Arbeitsfähigkeit gehört auch Gesundheit“

„Zur Arbeitsfähigkeit gehört auch Gesundheit“, sagt Ritter. Dafür ist Bewegung wichtig. Aber auch etwas sinnvolles zu tun, ist für viele nicht zu unterschätzen. Ihre Mitstreiterin Julia Kaßing ergänzt: „Ich kann etwas erreichen, wenn ich es will.“ Das sei ein deutliches Zeichen für die Motivation.

Während Kaßing schon zuvor Läuferin war, ist Ritter mit eingestiegen. Heute liegt die Gruppe, die sich immer dienstags um 15 Uhr bei Fundus trifft, bei insgesamt fünf Kilometern – obgleich bei einigen noch mit Pausen. „Wir haben alle ein Ziel, und können das gemeinsam erreichen“, sagt Kaßing. Gut sei das Projekt nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Gemeinschaft. „Wir sind alle gleich kaputt“, sagt Tamara Ritter. Das liegt auch daran, dass die Schnelleren mitunter mehr Strecke hinter sich bringen, weil sie zu den Langsameren zurücklaufen, so dass die Gruppe zusammen bleibt.

Dass sich die Schinderei schon jetzt gelohnt hat, haben die regelmäßigen Läufer nun auch von anderer Stelle erfahren. Durch eine Förderung der Bürgerstiftung und ein Entgegenkommen des Sportshops Hiller in Nienburg bekamen die Teilnehmenden nun anständiges Schuhwerk verpasst. „Das sind jetzt ihre Schuhe. Das ist auch eine Wertschätzung“, betont Ritter, die sich auch über die Zeit freut, die der Laufgruppe für entsprechende Beratung zuteil wurde.

Nach zwei Monaten ist „Läuft“ fast autark. Als jedenfalls weder Julia Kaßing noch Tamara Ritter konnten, hat sich die Gruppe allein aufgemacht. Dabei führte die Route sogar direkt durch die Innenstadt. Und immer wieder sprächen Teilnehmende auch andere an, ob sie nicht mitlaufen wollten.

Was eigentlich als reine Jogging-Gruppe geplant war, entwickelte sich schon bald übrigens auch zum Walking-Projekt. Den Grund lieferte ein 82-Jähriger. Er wollte gerne dabei sein, aber Joggen war ihm dann doch zu schnell.

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Erstellt:
18. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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