2004 hat Regina Andresen das Polio-Opfer Kexter Donald bei einer Tagung des Bundesverbandes für Poliomyelitis kennengelernt. Der Gedanke an die unwürdigen Lebensbedingungen in Nigeria lässt sie seither nicht mehr los. Foto: Hagebölling

2004 hat Regina Andresen das Polio-Opfer Kexter Donald bei einer Tagung des Bundesverbandes für Poliomyelitis kennengelernt. Der Gedanke an die unwürdigen Lebensbedingungen in Nigeria lässt sie seither nicht mehr los. Foto: Hagebölling

Marklohe 11.07.2020 Von Edda Hagebölling

„Sie leben unter Brücken, betteln und bewegen sich auf Rollbrettern fort“

Gehhilfen und ein Kleintransporter für die Polio-Opfer in Nigeria: Regina Andresen bittet um Geldspenden

Jahrelang hat sie auf Geburtstagsgeschenke verzichtet und stattdessen um Geld für die Polio-Opfer in Nigeria gebeten, auch an ihrem 70. Geburtstag im vergangenen Jahr.

Und ebenso häufig hat sie immer wieder Sachspenden per Luftfracht an ihren Ansprechpartner vor Ort, Kexter Donald, geschickt, doch mittlerweile ist der Grundstock gelegt für ihr voraussichtlich letztes großes Projekt.

Regina Andresen aus Marklohe möchte all die Sachspenden, die bei ihr eingegangen sind, mitsamt eines robusten Kleintransporters nach Lagos verschiffen und bittet darum um Geldspenden. 18.000 Euro hat sie veranschlagt. Für den Kauf eines gebrauchten Transporters mit Automatik, für die Verschiffung via Hamburg und für den Zoll in Nigeria.

Der Hilfstransport geht an das Welfare Center for Survivors of Poliomyelitis, also das Wohlfahrtszentrum für Überlebende von Kinderlähmung (WELCENSUP). Kexter Donald, selbst an Polio erkrankt, ist deren Vorsitzender.

Regina Andresen hatte den heute 51-Jährigen 2004 bei einer Tagung des Bundesverbandes für Poliomyelitis kennengelernt. Schon damals berichtete Donald in einem Vortrag von den menschenunwürdigen Lebensbedingungen der Polio-Opfer. Einige Jahre später hat sich Regina Andresen selbst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht.

„Noch nie habe ich Menschen in einer so armseligen und hilflosen Situation gesehen. Die an den Spätfolgen von Polio Erkrankten können sich nur sitzend auf ihren völlig abgenutzten, kaputten selbst gebastelten Rollbrettern fortbewegen.

Sie erhalten keine Hilfe vom Staat oder anderen Organisationen, weder Krücken noch Gehhilfen noch sonst irgendwas. Ihr einziges Mittel zum Überleben ist das Betteln um Almosen an den viel befahrenen und sehr gefährlichen Straßenrändern“, erinnert sich die Markloherin noch gut. Seit dieser Zeit ließ sie der Gedanke, zu gegebener Zeit einen größeren Hilfstransport nach Nigeria zu organisieren, nicht mehr los.

Dieser Zeitpunkt ist für die mittlerweile 71-Jährige jetzt gekommen. Um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, hat Regina Andresen zwei Spendenkonten eingerichtet.

Die Möglichkeit, das Projekt finanziell zu unterstützen, gibt es zum einen online unter www.betterplace.me/hilfe-fuer-an-polio-erkrankte-menschen-in-nigeria.

Ein weiteres Konto gibt es bei der Volksbank Aller-Weser mit dem Namen „direct Help Humanity Regina Andresen“ mit dem Kennwort „Polio“ und der IBAN DE08 2566 3584 0044 6998 00.
Für weitere Informationen steht Regina Andresen unter humanityfirst@hotmail.com gerne zur Verfügung.

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Erstellt:
11. Juli 2020, 17:23 Uhr
Lesedauer:
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