Nazis aus dem Takt bringen: Thomas, Justus Bösch, Werner Behrens, Anne-Mieke Bremer, Torben Franz und Wiebke Seidel (von links) haben zusammen mit anderen den Verein WESERBEATZ gegründet. Sie möchten damit noch mehr Unterstützerinnen und Unterstützer für ihr Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gewinnen. Foto: Hagebölling

Nazis aus dem Takt bringen: Thomas, Justus Bösch, Werner Behrens, Anne-Mieke Bremer, Torben Franz und Wiebke Seidel (von links) haben zusammen mit anderen den Verein WESERBEATZ gegründet. Sie möchten damit noch mehr Unterstützerinnen und Unterstützer für ihr Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gewinnen. Foto: Hagebölling

Nienburg 01.02.2020 Von Edda Hagebölling

Sie wollen „Nazis aus dem Takt bringen“

Verein WESERBEATZ gegründet / Weitere Mitstreiter willkommen

Nazis aus dem Takt bringen. Das wollen die Organisatoren des Open-Air-Festivals „Weserbeatz“. Jetzt gibt es Weserbeatz auch als Verein.

Zusammen mit etlichen anderen haben Werner Behrens (Vorsitzender), Anne-Mieke Bremer (1. stellvertretende Vorsitzende), Thomas (2. Stellvertreter), Joost (3. Stellvertreter), Wiebke Seidel (Kassenwartin), Torben Franz (Schriftführer) und Justuis Bösch (Jugendvertreter) den Verein WESERBEATZ gegründet.

Der Vorstand hofft sehr, jetzt noch mehr Menschen aus Stadt und Kreis zu gewinnen, die sie in ihrem Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unterstützen. Ideell, finanziell, aber auch mit seinen ganz unterschiedlichen Fähigkeiten.

„Wir freuen uns zum einen sehr über Leute, die dabei helfen, Bauzäune zu schleppen, Plakate zu kleben, unsere Social-Media-Kanäle zu füttern oder einfach nur Standdienst zu machen“, so der Vorstand gegenüber der HARKE am Sonntag.

Man kann aber seine Solidarität mit der Arbeit von WESERBEATZ auch dadurch zum Ausdruck bringen, dass man dem Verein beitritt und eine Mitgliedsgebühr entrichtet. Diese beträgt zwölf Euro im Jahr, nach oben sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Nach unten allerdings auch nicht. Wer die zwölf Euro nur mit Mühe erübrigen kann, kann nach Rücksprache mit dem Vorstand auch weniger zahlen.

Als eingetragener Verein ist WESERBEATZ aber jetzt auch befähigt, Spendenquittungen auszustellen. „Vielleicht gibt es ja Privatpersonen, die mit ihrer Spende deutlich signalisieren, dass sie hinter uns stehen, womöglich gibt es aber auch Firmen, die uns stärken möchten, weil sie wissen, dass zu viel rechtes Gedankengut dem Ansehen einer Stadt und damit auch dem Wirtschaftsstandort schadet“, so Torben Franz.

Ein weiterer wichtiger Adressat ist die Stadt Nienburg. „Wir hoffen sehr, dass Verwaltung und Politik in unserem Einsatz für ein buntes Nienburg hinter uns stehen und sich zu uns bekennen“, so Franz weiter.

Ganz konkrete Wünsche hat WESERBEATZ auch an die Töchter der Stadt. „Es wäre wirklich klasse, wenn die Stadtbusgesellschaft bei unserem Festival eine Nachtlinie zwischen Festwiese und Bahnhof einrichtete“, so der Vorstand.

4. Weserbeatz-Festival

Die Gründung eines eigenen Vereins hat aber auch noch einen ganz pragmatischen Grund: Bisher war die Rockinitiative Nienburg Träger des Weserbeatz-Festivals. „Da sich die Ausrichtung der Rockini aber ja doch ein wenig von dem unterscheidet, was wir mit unseren Veranstaltungen erreichen wollen, ist eine Trennung sinnvoll“, so Werner Behrens.

Das mittlerweile vierte Weserbeatz-Festival unter dem Motto „Nazis aus dem Takt bringen“ auf Nienburgs Festwiese findet damit erstmals unter der Regie des Vereins WESERBEATZ statt.

Am 6. Juni sind wieder alle willkommen, die mit ihrem Besuch des Festivals ein Zeichen setzen wollen gegen rechtes Gedankengut. Erwartet werden neben mehreren Bands auch wieder zahlreiche Gruppen und Organisationen, die sich und ihre Arbeit vorstellen.

„Für den Nachmittag wird ein Programm für die ganze Familie vorbereitet, abends kann die Musik dagegen schon mal härter werden“, so Werner Behrens.

Ein weiteres „Music Against Discrimination (MAD)“-Konzert im Nienburger Kulturwerk ist für den 4. April geplant, und für die Woche vor dem 6. Juni sollen zahlreiche Workshops stattfinden.

Eintritt wird für das Weserbeatz-Festival nicht erhoben. Auch ist niemand verpflichtet, Speisen oder Getränke vor Ort zu erwerben.

„Wir wollen damit sicherstellen, dass sich auch Leute mit kleinem Geldbeutel den Besuch unseres Festivals leisten können“, betont der Vorstand.

Zu erreichen ist der Verein WESERBEATZ bei Facebook und in Kürze auch im Internet unter www.weserbeatz.de.

Zum Abschluss noch die Kontonummer für diejenigen, die das Engagement des Vereins gegen Rechts finanziell unterstützen möchten: Das Konto bei der Sparkasse Nienburg hat die IBAN DE46 256501060036 401297.

Zum Artikel

Erstellt:
1. Februar 2020, 19:21 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 46sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.