Vertreterinnen und Vertreter aller sieben beteiligten Kommunen, der Klimaschutzagentur Weserbergland und der Firma target trafen sich jetzt auf Einladung der Klimaschutzagentur Mittelweser zum vorerst letzten Mal auf der Dachterrasse des Deula-Neubaus, den sogenannten Weser-Suites, in Nienburg. Foto: Hagebölling

Vertreterinnen und Vertreter aller sieben beteiligten Kommunen, der Klimaschutzagentur Weserbergland und der Firma target trafen sich jetzt auf Einladung der Klimaschutzagentur Mittelweser zum vorerst letzten Mal auf der Dachterrasse des Deula-Neubaus, den sogenannten Weser-Suites, in Nienburg. Foto: Hagebölling

Nienburg 13.09.2020 Von Die Harke

Sieben Kommunen ziehen Bilanz

Drei Jahre Energie-Effizienznetzwerk im Landkreis Nienburg: Fortführung der Netzwerkarbeit ist geplant

Die geförderte Netzwerkphase des Kommunalen Energieeffizienznetzwerks im Landkreis Nienburg (KEEN) geht nach dreijähriger, intensiver Zusammenarbeit im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz zu ende.

Beteiligt an dem Projekt sind insgesamt sieben Kommunen aus dem Landkreis – neben der Stadt Nienburg sind dies die Samtgemeinde Heemsen, die Samtgemeinde Graftschaft Hoya, die Samtgemeinde Liebenau, die Samtgemeide Mittelweser, die Samtgemeinde Steimbke und die Samtgemeinde Uchte.

Zum Ende der Förderperiode des durch das Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geförderten Netzwerks trafen Vertreterinnen und Vertreter der sieben Kommunen, Netzwerkbeauftrage, die Klimaschutzagentur Mittelweser, die Klimaschutzagentur Weserbergland sowie der Netzwerkmanager, die target GmbH, in den „Weser-Suites“ der Nienburger Deula.

Netzwerkmanager Andreas Steege von der target GmbH gab zunächst einen Überblick über die Arbeit des Netzwerkes und im Anschluss stellten die Netzwerkbeauftragten der beteiligten Kommunen in kurzen Vorträgen die Erfolge des Netzwerkes in Ihrer Kommune vor.

Insgesamt wurde bei 51 betrachteten Gebäuden eine Reduzierung des Wärmeverbrauchs um zehn Prozent (entsprechend 819 MWh) und des Stromverbrauches um fünf Prozent (51 MWh) erreicht. Besonders positiv wurden die sechs Schulungen für Hausmeister der Kommunen und die Vorträge im Rahmen der zwölf Netzwerktreffen beurteilt, bei denen viele Effizienz-Themen behandelt wurden.

Franziska Materne, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser e.V., hob hervor, die Netzwerkkommunen hätten bereits frühzeitig die Bedeutung von Klimaschutz und Energieeffizienz im kommunalen Umfeld erkannt und gehandelt. Sie zeigte auf, welche der 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die Sustainable Development Goals, die Kommunen während ihres Netzwerkfahrplans bereits, neben der Energieeinsparung in den kommunalen Liegenschaften, erreicht haben. Materne präsentierte schließlich einen Ausblick zur möglichen nachhaltigen Weiterführung der Netzwerkarbeit.

In den zurückliegenden drei Jahren wurden neben dem Baustein der Einrichtung eines Kommunalen Energiemanagements (KEM), um die Energieverbräuche in den kommunalen Liegenschaften zu erfassen, zu analysieren und Maßnahmen zur Reduzierung von Verbräuchen und Kosten zu ergreifen, Einspar- und Energieeffizienz-Maßnahmen definiert sowie Optimierungspotenziale in den Liegenschaften analysiert.

Die energietechnische Beratung für jede am Netzwerk beteiligte Kommune umfasste drei Bausteine:

  • Aufbau eines Energiecontrollings und Erstellung eines jährlichen Energieberichts für die kommunalen Liegenschaften
  • Betriebsoptimierung von bis zu zehn ausgewählten Gebäuden pro Kommune
  • Detailbetrachtung von zwei ausgewählten Gebäuden pro Kommune
  • Dies gab allen Beteiligten einen besseren Einblick in den eigenen Gebäudebestand und die Einsparpotentiale, die sich daraus ergeben. Für jede Kommune wurde ein Maßnahmenprogramm entwickelt, das als Fahrplan für die Umsetzung der nächsten Jahre dient und fortgeführt werden soll. Hierzu gehören beispielsweise Einsparpotentiale durch den Heizungstausch, Sanierung der Gebäudehülle und die Umrüstung auf LED-Technik.

„Unser gemeinsames Ziel ist es nun, nicht nur die Ausgaben für Energiekosten in den Kommunen mit einer Fortführung des Netzwerks weiter zu senken, sondern auch als gutes Beispiel für die Bürger zu zeigen, dass sich Energiesparmaßnahmen lohnen und möchten dazu auch weitere Kommunen mit in das Netzwerk einzubinden“, so Franziska Materne von der Klimaschutzagentur Mittelweser.

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Erstellt:
13. September 2020, 07:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

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