Sieben Tage 2. Bundesliga
Nienburg 02.02.2020 Von Syam Vogt

Sieben Tage 2. Bundesliga

Guten Tag

Irgendwann ist auch für einen Fußballbegeisterten, wie mich, Schluss. Eine ganze Woche lang war/ist es den Sky-Abonnenten nun möglich die 2. Bundesliga live und in Farbe zu verfolgen.

Der Auftaktspieltag nach der Winterpause, den Tabellenführer Arminia Bielefeld mit einem Heimsieg gegen den VfL Bochum einläutete, erstreckte sich von Dienstag bis Donnerstagabend. Hinzu kommt der 20. Spieltag, der bereits am Freitag startete und erst heute mit der Partie Bochum gegen den Hamburger SV seine Krönung findet.

Mir stellt sich die Frage: Ist der Live-Fußball noch interessant, wenn er jeden Tag im Fernsehen übertragen wird oder sind wir von dem gigantischen TV-Sportangebot bereits total übersättigt?

Ich kann nur für mich sprechen und sagen, dass ich trotz des gewaltigen Angebots im TV einen Stadionbesuch immer vorziehen werde. Auch wenn die Fahrten zu meinem Lieblingsverein Werder Bremen derzeit häufig mit getrübter Stimmung enden.

Ein weiteres Problem, das sich daraus entwickelt, tragen die Verbände bei. Sie rufen künstlich Wettbewerbe ins Leben und sind darauf aus Fernsehgelder zu maximieren. Auch Jürgen Klopp, Trainer beim FC Liverpool, stellte kürzlich das immer größer werdende mediale Interesse und die Einführung immer neuer Wettbewerbe kritisch infrage.

Klopp hat sich wegen der Ansetzungen der Wiederholungsspiele im FA-Cup zum überfüllten Spielplan der Premier-League-Klubs geäußert und möchte seine Spieler vor der enormen Belastung schützen. Zu Recht: Liverpool nahm im vergangenen Jahr an sieben Wettbewerben teil.

Insgesamt haben die Reds im Jahr 2019 52 Spiele in der Premier League, der UEFA Champions League, dem FA Community Shield, dem League Cup, dem UEFA-Super Cup, der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft und dem FA-Cup bestritten.

Es ist bereits soweit gekommen, dass es sogar den Klubs mit einem sehr breiten und qualitativ gutem Kader nicht mehr möglich ist, in jeden Wettbewerb mit sportlichen Ambitionen zu gehen. Viele Premier-League-Klubs treten daher beispielsweise im FA-Cup mit Nachwuchs- und Reservespielern an. Auch das mindert den Unterhaltungswert und macht das Angebot nicht zwingend attraktiver.

Auch ich würde es begrüßen, wenn die Profis weniger Spiele bestreiten, denn nur dann wecken die Wettbewerbe wieder mehr Interesse.

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Erstellt:
2. Februar 2020, 19:52 Uhr
Lesedauer:
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