Mikhail Mordvinov spielt an Silvester. Foto: Thomas Peter

Mikhail Mordvinov spielt an Silvester. Foto: Thomas Peter

Bad Rehburg 11.12.2019 Von Die Harke

Silvesterkonzert mit Mikhail Mordvinov

Eine Tasten-Reise von Wien nach Russland

Wie in jedem Jahr, so öffnen sich auch in diesem Jahr wieder die Pforten der Wandelhalle Romantik Bad Rehburg am Dienstag, 31. Dezember, um 17 Uhr für ein herrliches Silvesterkonzert der Reihe „Weltklassik am Klavier!“. Dazu eingeladen ist Konzertpianist Mikhail Mordvinov, dessen feinfühliges und differenziertes Spiel verzaubern wird, schreiben die Veranstalter.

Sein diesjähriges Programm „Nicht nur für Elise“ ist eine echte Schatzkiste funkelnder Preziosen. Mit Beethoven und Schubert geht es nach Wien, das auch in Schumanns Faschingsschwank eine prägnante Rolle spielt. Im Klangkosmos von Tschaikowsky und Rachmaninow erhält die russische Seele ihren Raum – mal virtuos, mal anmutig und elegant. Ein Programm der kleinen Form, gespickt mit mannigfaltigen pianistischen Herausforderungen.

Mikhail Mordvinov wurde gleich durch zwei überragende Wettbewerbserfolge bekannt: Er ist Sieger des Robert-Schumann-Wettbewerbs Zwickau 1996 und des Franz-Schubert-Wettbewerbs Dortmund 1997.

Ab dem siebten Lebensjahr besuchte er die Klavierklasse an der Moskauer Gnessin-Musikschule. Es folgte ein Studium an der Russischen Gnessin-Akademie für Musik; 1996/97 wurde er als „Bester Student des Jahres“ ausgezeichnet. Er belegte ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Das Publikum schätzt seine Innigkeit und die Vitalität seines Spiels, echte Leidenschaft und edlen Geschmack, virtuoses Können und die Reife seiner Interpretationen. Seine natürliche Musikalität und vom Kindesalter ausgebildete Anschlagskultur basieren auf genauer Intuition und breiter Schule - tief verwurzelt in der alten russischen Klaviertradition.

Obwohl jedes Stück im Programm eine Widmung hat, trägt nur die prominente Bagatelle „Für Elise“ diese gleich im Titel. Das schöne Andante Favori diente ursprünglich als Mittelsatz der berühmten Waldstein-Sonate, wurde aber von Beethoven ersetzt und separat herausgegeben. Die sogenannte „Wut über den verlorenen Groschen“ ist im Original überschrieben mit „alla ingharese“, also „auf ungarische Art“.

Das nachfolgende Stück von Schubert - mit seinem ungarischen Tanz als Hauptmotiv - geht in eine ähnliche Richtung. Schumanns facettenreicher Zyklus „Faschingsschwank aus Wien“ rundet den Wiener Teil ab. Die zweite, russische Konzerthälfte bilden bekannte Miniaturen von Tschaikowsky - teilweise mit salonmusikalischem Charakter - sowie die virtuose Klaviertranskription eines Romanzen-Zyklus von Rachmaninow - einem Werk, das in Deutschland bisher weniger bekannt ist.

Eintrittspreis: 25,00 Euro, Studenten: 15 Euro, Jugendliche bis 18 Jahren Eintritt frei. Reservierungen: telefonisch unter (02 11) 9 36 50 90 oder per E-Mail an info@weltklassik.de oder vor Ort in der „Romantik Bad Rehburg“.

www.badrehburg.de, www.weltklassik.de

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Erstellt:
11. Dezember 2019, 11:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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