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Vor einem Jahr stellten Wilfried Weiß (links) und Günter Tonn die Idee mit dem Weihnachtsliederbuch und dem „Singen für alle“ in der Markloher Kirche vor. Foto: Brosch

Vor einem Jahr stellten Wilfried Weiß (links) und Günter Tonn die Idee mit dem Weihnachtsliederbuch und dem „Singen für alle“ in der Markloher Kirche vor. Foto: Brosch

Marklohe 13.11.2019 Von Matthias Brosch

Singen für ALS-Forschung

In Marklohe findet am 4. Dezember ein Benefizkonzert statt – ohne den mittlerweile verstorbenen Initiator Günter Tonn

Um Spenden zur Erforschung der heimtückischen Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, zu sammeln, findet zum zweiten Mal in der Markloher Clemenskirche ein Benefizkonzert statt.

Am Mittwoch, 4. Dezember, lautet das Motto erneut „Singen macht froh und glücklich!“ Die Menschen sind eingeladen, gemeinsam Weihnachtslieder zu singen und bei Getränken und Bratwurst etwas zu verweilen. Beginn ist um 18 Uhr.

„Wir hoffen wieder auf einen ähnlichen Erfolg wie im vergangenen Jahr, als mehr als 400 Sängerinnen und Sänger dabei waren“, sagt Mitorganisator Wilfried Weiß. „Alle Beteiligten haben damals gesagt: sehr stimmungsvoll und schön, das solltet ihr wiederholen.“

Die zweite Auflage des Weihnachtskonzertes für die ALS-Forschung findet am 4. Dezember statt. Das Plakat hat der im Mai an ALS verstorbene Günter Tonn noch selbst entworfen. Plakat: Tonn

Die zweite Auflage des Weihnachtskonzertes für die ALS-Forschung findet am 4. Dezember statt. Das Plakat hat der im Mai an ALS verstorbene Günter Tonn noch selbst entworfen. Plakat: Tonn

Das Lob vor zwölf Monaten galt auch Günter Tonn und seiner Frau Irmgard. Der an ALS erkrankte Initiator, der die Krankheit mit vielen Spendenaktionen zugunsten der Forschung einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht hatte, fehlt bei der 2. Auflage des Weihnachtslieder-Singens. Der Mann aus Lemke verstarb im Mai im Alter von 65 Jahren. Zwischen Bekanntgabe der Diagnose und seinem Tod lagen gut drei Jahre.

ALS ist eine sehr seltene Krankheit, bei der keine Heilungsmöglichkeit besteht. Die Ursache ist unbekannt. Der prominenteste Betroffene war der britische Physiker Stephen Hawking, der an einer langsamen Verlaufsform litt. Die mittlere Überlebenszeit nach der Diagnose beträgt derzeit drei, bei günstigem Verlauf maximal fünf Jahre – die Vollpflege inklusive. Die Forschung, um Medikamente für eine Linderung oder gar Heilung zu finden, ist auf Geld aus Privatinitiativen angewiesen.

Tonn und seine Unterstützer hatten zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. Dazu gehörte neben dem Weihnachtslieder-Singen ein Konzert mit „Holmes & Watson“ in der Kirche, ein Spendenlauf und das Handball-Benefizgastspiel vom Bundesligisten GWD Minden. Für ihn war die Organisation immer eine willkommene Ablenkung. Ziel war immer, die Forschung zur ALS voranzubringen.

Spendenkonto: Wilfried Weiß, DE16 2565 0106 0000 9122 53, Kennwort Günter Tonn. Wenn die Überweisung Namen und komplette Adresse enthält, stellt die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke eine Bescheinigung aus.

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Erstellt:
13. November 2019, 21:05 Uhr
Lesedauer:
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