Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

27.04.2016 Von Matthias Brosch

Situative Pflicht

„April, April, der macht, was er will.“ Das ist wohl die bekannteste aller Bauernregeln, mit denen in Reimform das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft beschrieben werden, und die wiederum am gestrigen Mittwoch bestimmt in allen Teilen des Landkreises Nienburg zu hören war – unabhängig vom Berufsstand.

Ein weiteres Gesprächsthema seit einigen Tagen gibt es ebenso zu beobachten – und dieses ist ebenfalls mit einem bekannten Satz verbunden: „Von O bis O.“ Damit werden die Termine festgehalten, die im Normalfall für den Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen beim Auto angenommen werden. Das eine „O“ steht für Ostern, das andere für Oktober.

Was ist jedoch normal, gerade bei diesem April-Wetter! Es stellt sich nämlich die Frage, was passiert, wenn jemand bei Winterwetter einen Verkehrsunfall mit Sommerreifen hat – wie reagiert der Versicherer, gibt es Bußgelder und Punkte? Zu diesem Thema gibt es derzeit viel zu hören und lesen, weshalb an dieser Stelle aus aktuellem Anlass kurz festgehalten wird: In Deutschland gibt es eine sogenannte „situative Winterreifenpflicht“ und nicht wie in Nachbarländern gesetzlich festgelegte Zeiträume, wann welcher Reifen vorgeschrieben ist. Das heißt: Wer schon Sommerreifen aufgezogen hat, muss bei Schnee und Eisglätte das Auto derzeit eigentlich stehen lassen, selbst wenn der erneute Wintereinbruch wohl bald wieder vorbei ist.

Zum Artikel

Erstellt:
27. April 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.