Helmut Bialek feiert den Aufstieg in die 2. Bundesliga und die Vereinsmeisterschaft der Langendammer Buben. Foto: Nauenburg

Helmut Bialek feiert den Aufstieg in die 2. Bundesliga und die Vereinsmeisterschaft der Langendammer Buben. Foto: Nauenburg

Langendamm 06.01.2022 Von Frank Nauenburg

Skat: Die Langendammer Buben steigen unverhofft auf

Im Jahr 2022 spielen sie in der 2. Bundesliga / Helmut Bialek ist Vereinsmeister

Zum Ende des Jahres waren die Skatspieler der Langendammer Buben zum einen noch einmal sportlich aktiv und haben an den Feiertagen noch ein tolles Geschenk erhalten: Nach vier vergeblichen Anläufen in die 2. Skatbundesliga zurückzukehren, kam jetzt urplötzlich die erfreuliche Nachricht, dass die Buben aufgrund des Aufstiegsverzichts von 18-20 Hammersbeck Bremen als Drittplatzierter der letzten Saison 2019 nun ab 2022, sofern es die Pandemie-Lage, wieder Bundesligaluft schnuppern dürfen.

Zur Erinnerung: Zur finalen fünften Runde des 16er-Feldes der Regionalliga 3 waren die Mannen um Spitzenspieler Carsten Teschner im September 2019 als großer Aufstiegsfavorit nach Bremen gereist. Im ersten Durchgang wurden zwei von drei möglichen Punkten ergattert und der Aufstieg stand de facto fest. Detlef Hannig: „Um in der Fußballersprache die Situation zu beschreiben: Wir führten in der 75. Minute zuhause 4:0 und haben alle Punkte noch während der regulären Spielzeit verloren.“ Der Frust war seinerzeit riesengroß – nun überwiegt beim erfolgreichen Team mit den Stammakteuren Teschner, Helmut Bialek, Frank Nauenburg sowie Hannig, Lars Müller, Jens Nauenburg und Wolfgang Nordenholz natürlich die Freude.

Kurz nach dem Eintreffen dieser tollen Nachricht fand bei den Langendammern das „Final Four-Turnier“ der unterjährig Bestplatzierten statt. In vier Serien á 48 Spielen galt es den Vereinsmeister 2021 und die Platzierten zu ermitteln. Teschner und Frank Nauenburg gingen mit gleichen Wertungspunkten in das Finale, Bialek lag leicht dahinter und Hannig hoffte auf einen guten „Lauf“, hatte er doch den größten Rückstand zu beklagen.

Aufholjagd von Bialek

In der Summe der ersten drei Serien hatte sich die Ausgangssituation quasi nicht verändert. Teschner und Nauenburg lagen gleichauf, „Paul“ Bialek gute 200 Punkte hinter dem Duo während für Hannig der Meisterschaftszug abgefahren war. Nach einem guten „Lauf“ von Nauenburg zu Beginn und insbesondere auch zwei verlorener Spielen von Bialek war die Messe für den Letztgenannten bei Spiel 20 „eigentlich“ gesungen.

Doch der Landesmeister von 2016 gab nicht auf, riskierte viel und die „Gebergöttin“ war auf seiner Seite. Punkt um Punkt näherte sich der 68-Jährige Teschner und später Nauenburg, zog locker vorbei. Im Spiel 35 dann die Entscheidung als Titelverteidiger Nauenburg einen Pik ohne Zweien nach zweifelhafter „Drückung“ der „Blinden“ nicht ins Ziel bringen konnte. Am Ende grinste und grüßte Bialek verdient vom Thron mit 4827 vor Nauenburg (4596), Teschner (4580) sowie Hannig (3285), dem das Kartenglück insbesondere im vierten Durchgang komplett verlassen hatte.

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Erstellt:
6. Januar 2022, 08:15 Uhr
Lesedauer:
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