Die Gäste aus „Desimos Spezial Club“ hatten viel Spaß im Nienburger Theater. Desimo

Die Gäste aus „Desimos Spezial Club“ hatten viel Spaß im Nienburger Theater. Desimo

Nienburg 07.02.2017 Von Die Harke

Slapstick und Comedy

„Desimos Spezial Club“ war schon zum sechsten Mal in Nienburg

Am Sonntagabend wurde das Nienburger Publikum durch eine gelungene Programm-Mischung von Detlef Simon und seinen Gästen hervorragend unterhalten. In „Desimos Spezial Club“ waren wieder Newcomer aus verschiedenen Stilrichtungen vertreten. Den Auftakt machte Özcan Cosar mit einer kurzen Biografie. Pointenreich schilderte er seine Erfahrungen als Kind mit türkischen Wurzeln in deutscher Umgebung, plauderte über seine Entwicklung und unterstrich das Ganze mit grotesken Bewegungen seiner Arme, die er bewegen konnte, als wären sie aus Gummi. Zum Abschluss staunte das Publikum nicht schlecht, als er einen Spagat machte.

[DATENBANK=1881]Günther der Treckerfahrer[/DATENBANK] knüpfte mit seiner schnodderigen Art an und ließ seine Jugendzeit als Kind vom Lande verbal auferstehen. Die Zeit als Fahrschüler mit dem Bus in die Kreisstadt zur Schule, die Höhen und Tiefen der Pubertät und die ersten Kontakte zum anderen Geschlecht. So mancher aus dem Publikum konnte hier seine eigenen Parallelen ziehen. Besonders an das Gewicht vom Diercke Weltatlas konnte man sich noch sehr gut erinnern.

Der alte Blockflötenunterricht aus Schulzeiten bekam durch Gabor Vosteens eine ganz neue Gewichtung. Er zeigte pantomimisch und urkomisch, wie er aus dem ehemaligen Looserinstrument die schönsten Töne herausholt und dieses in ein edles Konzertinstrument verwandelt. Nicht nur mit einer, nein, gleich mit mehreren Flöten in Mund und Nase wurden bekannte und beliebte Melodien gespielt. Die Zuhörer spendeten begeistert Applaus. Im Circus Roncalli ist er mit seinen Darbietungen zum Publikumsliebling avanciert.

Eine andere Richtung bekam das Programm durch „Vocal Recall“, der „Boy-group“ aus Berlin mit einer Frau im Team. Freche deutsche Texte mit Klavierbegleitung, stimmgewaltig und ausdrucksstark, überzeugten und regten zum Nachdenken an.

Schlussakteurin Dagmar Schönleber hatte „altersmäßig ihre Schuhgröße bereits überholt“ und sinnierte zwischen Postpubertät und Altersstarsinn, gab Tipps für Mütter heranwachsender Töchter und sang ein Lied über rasende Rentner. Desimo hatte neben der Moderation auch noch ein paar Zauberkunststücke parat. Das Publikum entließ die Künstler mit herzlichem Applaus.

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Erstellt:
7. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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