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10.07.2020 Von Die Harke

So finanzieren Deutsche ihre Autos

Die aktuelle Corona-Krise macht solchen Gedanken wohl eher einen Strich durch die Rechnung - nichtsdestotrotz wechseln in Deutschland jährlich verschiedenste KFZ-Fahrzeuge ihren Besitzer. Um sich ihren eigenen Untersatz zu sichern, neigen Bürger des Landes zu bestimmten Tendenzen. Diverse Studien und Forschungen liefern dabei einen äußerst spannenden Einblick.

Suchen deutsche Bewohner nach einem neuen KFZ, sind die Präferenzen seit Jahren eindeutig verteilt. Vom Jahr 2015 bis 2019 bewegte sich das Interesse in beiden Bereichen weitgehend konstant. Während jährlich knapp 2 Millionen Menschen an einem übertragenen Fahrzeug interessiert sind, ist die Begeisterung für brandneue Modelle doppelt so groß. Dieses Interesse schlägt sich auch fast identisches in tatsächliche Käuferzahlen um. Seit dem Jahr 1995 wechseln jährlich zwischen 6 und 7 Milionen heimischer Autos den Besitzer. Leichte Schwankungen existierten hauptsächlich zu Zeiten der weltweiten Finanzkrise Ender der 2000er Jahre.

Möchten Bürger des Landes nicht mehr auf fremde Mitfahrgelegenheiten vertrauen, lassen sie sich dies einiges kosten. Aus dem fachspezifischen Report der „Deutschen Automobil Treuhand GmbH“ gehen entsprechende Zahlen hervor. 2019 investierten Käufer von Gebrauchtwagen knapp 12.470 € in ihr neues Gefährt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von knapp 700 €. Beim Markenhandel liegt der Durchschnittspreis sogar bei über 16.000 €.

Auch in Zusammenhang mit Neuwägen sind Höchstwerte festzustellen. Über 33.500 € wurde 2019 durchschnittlich in eine brandaktuelle Karosserie investiert. Knapp drei Jahre zuvor lag diese Summe etwa 15 % darunter.

In Bezug auf den tatsächlichen Erwerb des neuen Autos gehen die Interessen sehr weit auseinander. In Bezug auf Autos mit 0 Kilometern auf dem Tacho verzeichnen sich seit Jahren spezielle Trends. Über 50 Prozent aller Käufer zwischen den Jahren 2015 und 2019 nutzten eine teilweise oder gar komplette Finanzierung durch externe Gelder. Über denselben Zeitraum bezahlte in etwa jeder fünfte Käufer sein Auto durch eigene Reserven. Ähnliche viele Menschen setzten stattdessen auf Leasing-Varianten.

In Zusammenhang mit gebrauchten Fahrzeugen ist ein umgekehrter Trend zu erkennen. Drei von fünf Autos bezahlten Deutsche mithilfe ihres eigenen Geldes. Knapp unter 40 % nutzten dabei eine externe Finanzierung zur Unterstützung.

Kaufen Deutsche Neuwägen mit Bankressourcen, sind überwiegende Präferenzen zu erkennen. Laut einer „GKF-Marktforschungsstudie“ aus dem Jahr 2017 würden knapp 70 % die alleinige Finanzierung durch ein Darlehen ermöglichen. Der spezielle Vorteil eines Autokredits, wie Finanzberater der Website KAUFBERATER schildern, wird dabei jedoch kaum beachtet. „Bei einem Autokredit handelt es sich um ein zweckgebundenes Darlehen, welches ausschließlich für den Kauf eines Autos vorgesehen ist. Hierdurch sind auch geringere Zinsen möglich als bei Ratenkrediten ohne festgeschrieben Verwendungszweck.“ Trotz einer vergünstigteren Rückzahlung bevorzugen Studienteilnehmer eher den Ratenkredit. Leasing oder eine Drei-Wege-Finanzierung mit höherer Schlussrate finden bei etwa 20 % Anklang.

Um das richtige Fahrzeug zu finden, nutzten etwa 80 Prozent aller Käufer im Jahr 2019 das Internet. Vor allem die Websites der Hersteller waren für Informationen entscheidend. Entsprechende Portale, die im Jahr davor noch am beliebtesten waren, mussten hierbei einiges einbüßen.

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Erstellt:
10. Juli 2020, 17:29 Uhr
Lesedauer:
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