Bei der Ausstellungseröffnung (von links): Silke Nauenburg von der Stadt Nienburg, Initiatorin Susanne Adam-Kindler, Referent Prof. Reinhold Friedl und Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes. Stadt Nienburg

Bei der Ausstellungseröffnung (von links): Silke Nauenburg von der Stadt Nienburg, Initiatorin Susanne Adam-Kindler, Referent Prof. Reinhold Friedl und Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes. Stadt Nienburg

Nienburg 18.08.2017 Von Die Harke

So viele Flüchtlinge wie noch nie

Wanderausstellung „Auf der Flucht“ der UNO-Flüchtlingshilfe im Rathaus Nienburg eröffnet

Die Wanderausstellung „Auf der Flucht“ der UNO-Flüchtlingshilfe wurde am vergangenen Mittwoch vom [DATENBANK=1]Bürgermeister Henning Onkes[/DATENBANK] eröffnet. Onkes ging in seiner Begrüßungsrede auf die aktuelle Flüchtlingsentwicklung in Nienburg ein. Zudem dankte er Susanne Kindler-Adam, die durch ihre langjährige Tätigkeit beim UNHCR den Kontakt hergestellt hatte, dass diese ausdrucksvolle Fotoausstellung in der Stadt Nienburg präsentiert werden könne. Er dankte allen Organisationen und Einrichtungen sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihren bis heute anhaltenden Einsatz bei der Begleitung und Betreuung der Geflüchteten vor Ort.

Die Einführung in die Ausstellung übernahm Prof. Reinhold Friedl von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg (Center for Migration, Education and Cultural Studies) und Koordinator der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland.

Prof. Friedl gab einen ausführlichen Einblick in die Gründungsgeschichte des UNHCR. Ausgestattet mit einem Mandat des Völkerbundes in Genf (der Vorläufer der Vereinten Nationen) zur Versorgung, freiwilligen Repatriierung und Umsiedlung (Resettlement) von Flüchtlingen und Vertriebenen im Nachkriegseuropa, sei im Dezember 1950 eine eigenständige Organisation – das UNHCR – in Genf gegründet worden. Das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge habe ursprünglich ein Mandat von drei Jahren erhalten, da die internationale Staatengemeinschaft annahm, dass das „Flüchtlingsproblem“ dann gelöst sei – das sei jedoch weit gefehlt gewesen.

Angesichts zunehmender Flucht und Vertreibung seit der Jahrtausendwende weltweit sei das Mandat des UNHCR im Jahre 2003 von der Generalversammlung der UNO unbefristet verlängert worden.

Weltweit seien mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen, Konflikten und Verfolgung. Das sei übrigens die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde und sie wachse rasant weiter, wie der am 20. Juni – dem internationalen Flüchtlingstag – veröffentlichte statistische UNHCR-Jahresbericht „Global Trends“ belege.

Die Ausstellung der UNO-Flüchtlingshilfe, die seit 1980, also seit über 30 Jahren, die weltweite Arbeit des UNHCR in Genf (Hohes Kommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen) durch Öffentlichkeitsarbeit und Spenden unterstütze, zeige Momentaufnahmen aus dem Leben von Flüchtlingen in aller Welt. Sie gebe einen – auch historischen – Einblick in die Arbeit von UNHCR seit dem Inkrafttreten der Genfer Flüchtlingskonvention im Dezember 1951.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 6. September im [DATENBANK=145]Rathaus[/DATENBANK] zu sehen von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 15 Uhr.

Die Terminkoordinierung für die Führungen übernimmt Silke Nauenburg von der Stadt Nienburg. Sie ist unter der (05021) 87409, E-Mail s.nauenburg@nienburg.de, zu erreichen.

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Erstellt:
18. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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