Soldaten erwartet in Mali eine angespannte Situation

Soldaten erwartet in Mali eine angespannte Situation

Die Soldaten wurden in der Langendammer Clausewitz-Kaserne zu ihrem Einsatz in Mali verabschiedet. Foto: MN CIMIC CmD

Eine Soldatin und zwei Soldaten des Multinational CIMIC Kommandos in Nienburg werden die nächsten vier Monate in Mali verbringen. Im Rahmen der UN-Mission MINUSMA lösen sie und fünf weitere CIMIC-Soldaten aus anderen Standorten die Teams ab, die seit Anfang Januar im Camp Castor in Gao ihren Dienst verrichtet haben. Im rund 800-köpfigen deutschen Einsatzkontingent in Gao sind sie die Spezialisten für Zivil-Militärische Zusammenarbeit (Civil Military Cooperation, CIMIC).

Kommandeur Oberst Andreas Timm betonte bei der Verabschiedung: Diesmal sei der Einsatz etwas Besonderes, weil die Neuankömmlinge die ersten zwei Wochen in Quarantäne verbringen werden und die Kontakte mit ihren Ansprechpartnern vor Ort zunächst nur per Telefon pflegen können. „Ihre Arbeit ist trotzdem sehr wichtig. Dieser Einsatz ist unverzichtbar.“ Timm verwies auf die Entwicklung der Corona-Infektionen in Afrika, wo die Krankheit voraussichtlich viel mehr Opfer fordern werde als in Deutschland.

Durch die Corona-Pandemie werde die angespannte Situation in Mali noch erschwert: „Nachts gilt eine Ausgangsbeschränkung. Die Märkte sind geöffnet, aber die Menschen müssen Abstände einhalten“, erklärt einer der verabschiedeten Soldaten. Er beschreibt seine Aufgaben in Mali: „Wir fahren raus, führen Gespräche mit der Bevölkerung und mit öffentlichen Stellen über die aktuelle Situation. Probleme der Bevölkerung nehmen wir auf, um Konfliktlösungen zu finden.“

Das größte Problem wird das Klima. Wir werden zwei Wochen brauchen, um uns daran zu gewöhnen.

In einem seiner beiden Teams seien auch belgische Soldaten. Deren französische Sprachkenntnisse seien von großem Vorteil, da in Mali Englisch nur auf niedrigem Level, Französisch aber fließend gesprochen werde. Im Nordteil des Landes gebe es nur wenige Sicherheitskräfte, sodass sich kriminelle Organisationen dort frei bewegen können. Das solle von Gao aus mit Hilfe der dort stationierten UN-Truppen eingeschränkt werden.

Der Oberleutnant hat schon viele Auslandseinsätze hinter sich. In Mali ist er zum ersten Mal. „Das größte Problem wird das Klima. Wir werden zwei Wochen brauchen, um uns daran zu gewöhnen.“