Schöne Vorstellung: Das Solidar-Prinzip gilt auch an der Supermarktkasse. Foto: H_Ko - stock.adobe.com

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Nienburg 26.03.2020 Von Holger Lachnit

Solidarisch sein, teurer einkaufen

Guten Tag!

Das Diakonische Werk wendet sich mit einer Bitte an alle Menschen, die finanziell bisher nicht unter den Folgen der Corona-Maßnahmen zu leiden haben. Diakonie-Geschäftsführerin Marion Schaper: „Viele Menschen geraten durch die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in eine finanzielle Schieflage. Deshalb unser Appell: Wenn Sie es sich leisten können, kaufen Sie bitte die teureren Produkte und lassen die günstigen Grundnahrungsmittel denen, die jetzt massive finanzielle Probleme haben.“

„Wer wenig Geld hat, kann sich in der Regel nicht bevorraten und aktuell auch keine Hamsterkäufe tätigen, die ja ohnehin äußerst unsolidarisch sind und zunehmend unterbunden werden“, so Marion Schaper. Wer zum Beispiel Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung bezieht, müsse bereits im normalen Alltag jeden Cent umdrehen und könne sich nur für wenige Tage mit den günstigsten Lebensmitteln versorgen.

Schaper weiter: „Aktuell verlieren viele Menschen ihre Arbeit, Minijobs im Einzelhandel oder in der Gastronomie werden gekündigt, Menschen, die Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung beziehen, können nicht mehr die Verpflegung der Kinder in Schule oder Kindergarten in Anspruch nehmen.

Seien Sie nicht nur solidarisch in Bezug auf das Kontaktverbot. Seien Sie auch solidarisch beim Einkauf von Lebensmitteln“, so die eindringliche Bitte der Diakonie.

Deshalb meine Bitte an alle, die es sich leisten können: Folgen Sie dem Aufruf der Diakonie, seien Sie solidarisch und kaufen Sie etwas teurer ein. Und: Bitte bleiben Sie gesund!

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Erstellt:
26. März 2020, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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