Das verbundene Pfarramt der Kirchengemeinden Haßbergen, Eystrup und Hassel hat ein Konzept für die Gottesdienste in den kommenden Wochen vorgelegt. Foto: Pixabay

Das verbundene Pfarramt der Kirchengemeinden Haßbergen, Eystrup und Hassel hat ein Konzept für die Gottesdienste in den kommenden Wochen vorgelegt. Foto: Pixabay

Landkreis 14.05.2020 Von Die Harke

Sonntagsgottesdienst nur in Haßbergen

Verbundenes Pfarramt der Kirchengemeinden Haßbergen, Eystrup und Hassel legt Konzept vor

Die Pastoren des verbundenen Pfarramts der Gemeinden Haßbergen, Eystrup und Hassel, Dr. Thies Jarecki und Michael Weiland, legen nun ein Konzept für die Gottesdienste in den kommenden Wochen vor. „Nach sorgsamer Prüfung haben wir im Einklang mit den Kirchenvorständen beschlossen, den Präsenzgottesdienst in den Kirchengemeinden Eystrup und Hassel noch bis zum 30. Juni auszusetzen.“, so die beiden Pastoren.

„Weder in den beiden Kirchen in Eystrup und Hassel noch in der Kapelle in Hämelhausen könnten die diversen Vorgaben der Landeskirche und der Landesregierung in Bezug auf Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln hinreichend umgesetzt werden.“, begründet Thies Jarecki diese Entscheidung. Pastor Weiland ergänzt: „In keinem der Gebäude könnten wir auch nur annähernd genügend Plätze für unsere Besucher zur Verfügung stellen. Der Gedanke, viele Gemeindeglieder wegschicken zu müssen, ist für uns alle unerträglich.“. Ebenfalls eine Rolle spielt bei dieser Entscheidung der Schutz der angestellten und der ehrenamtlichen Kräfte, die zum überwiegenden Teil selbst der Risikogruppen angehören.

Beschluss stößt auf Zustimmung bei Bürgermeistern

Auf breite Zustimmung stößt der Beschluss bei allen drei Bürgermeistern der betreffenden Ortschaften. Heiko Lange aus Hassel: „Ich halte den Entschluss, die Präsenzgottesdienste bis Ende Juni auszusetzen, für zweckmäßig und sehr verantwortungsvoll. Meiner Meinung nach ist es immer noch zu früh, Gottesdienste vor Ort zu feiern. Außerdem entspricht das Sitzen auf Abstand, das Tragen von Masken und der Verzicht auf das Singen miteinander nicht dem Grundgedanken eines Gottesdienstes.“

Auch die Bürgermeister Jost Egen aus Eystrup und Hannes Meyer aus Hämelhausen würden sich dieser Meinung anschließen: „Es ist gut, hier lieber zurückhaltend zu sein und die Entwicklung, gerade nach den umfangreichen Öffnungen, erst einmal abzuwarten. Vor allem: Wer entscheidet vor Ort, wer am Gottesdienst teilnehmen darf? Will man wirklich die Besucher sortieren und einige zurückweisen? Die Entscheidung der Kirchengemeinden ist gut und richtig“, so Egen. Hannes Meyer könne dem nur beipflichten: „Wir alle müssen im Moment in vielen Bereichen verzichten. Diese Entscheidung ist auch für mich die richtige.“

Ständiger Austausch zwischen Kirchenvorständen

Wer an einem Gottesdienst unter Corona-Spielregeln teilnehmen möchte, kann das in der Marienkirche in Haßbergen an jedem Sonntag um 10 Uhr ausprobieren. 20 Teilnehmende finden im Kirchraum Platz. Zunächst für einige Wochen zur Probe bietet der Kirchenvorstand gemeinsam mit Pastor Dr. Thies Jarecki hier Präsenzgottesdienste an.

Die Videogottesdienste von Pastor Michael Weiland, abrufbar auf der Homepage der Kirchengemeinde Hassel, ergänzten das Angebot. Die Pastoren und Ehrenamtlichen arbeiteten kontinuierlich an der Entwicklung weiterer innovativer Formen.

Im ständigen Austausch mit den jeweiligen Kirchenvorständen werde überdies regelmäßig eine Neubewertung der Corona-Situation vorgenommen. „Sollte es die Entwicklung erlauben, könnten wir früher als geplant zu Präsenzgottesdiensten in allen Kirchen zurückkehren. Genauso ist allerdings auch eine Verlängerung der Maßnahmen denkbar. Wir bitten alle Interessierten, unsere Internetseiten im Auge zu behalten, da hier die Informationen immer aktuell zur Verfügung stehen“, so die beiden Pastoren abschließend.

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Erstellt:
14. Mai 2020, 18:17 Uhr
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