Sebastian Stüben DH

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Kolumne 06.02.2017 Von Sebastian Stüben

Sorry, Herr Busfahrer

Guten Tag

Ich hoffe, Herr Busfahrer, Sie lesen diese Kolumne. Ich kenne weder ihren Namen, noch weiß ich auf welcher Linie Sie unterwegs waren. Ich weiß nur: Sie wollten mir die Meinung geigen – Ende der vergangenen Woche an der Liebenauer Grundschule. Und das zu Recht. Hiermit möchte ich mich entschuldigen – und Ihnen sagen: Regen Sie sich um ihretwillen nicht so auf. Sie werden die Eltern nicht ändern. Liebe Leser, Sie verstehen gerade nur (Bus-)Bahnhof? Hier die Geschichte zur Entschuldigung: Ich fahre allmorgendlich meinen Sohn zur Schule. Für gewöhnlich parke ich am Liebenauer Hallenbad, sodass er den restlichen Weg vorbei an der Bushaltestelle bis zur Schule zu Fuß geht. Doch an jenem Tag Ende der vergangenen Woche waren wir so spät dran, dass ich meinen Lütten direkt vor dem Hintereingang der Schule abgesetzt habe.

Also bin ich mit dem Auto über die Bushalte-Spur bis vor die Schule gefahren – dort stand ich etwa eine Minute, bis mein Sohn aus dem Auto war. Dann blinkte hinter mir ein Bus auf. Ich fuhr so weit es ging nach vorne, um dem Bus die Abfahrt zu ermöglichen. Auf dem Weg an mir vorbei hupte mich der Busfahrer an. Ich hupte trotzig zurück. Da stieg der Busfahrer aus. Er lief mit wedelndem Zeigefinger auf mich zu, bis Schulleiterin Eva Felkel den Fahrer beruhigte. Ich war zunächst sauer und dachte: „Was regt der sich so auf, war doch Platz genug.“

Aber vermutlich hat der gute Mann jeden Tag mit nervigen Eltern zu tun, die die Bushaltestellen blockieren. Und zu Hause war mir meine Reaktion ehrlich peinlich – dass ich zurückgehupt und mir etwas in den Bart gemotzt habe. Noch einmal: Sorry, Herr Busfahrer.

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Erstellt:
6. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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