Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de dpa

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22.01.2013 Von Alan Smithee

Soziale Netzwerke: Unbeliebt, aber im Kommen

PR-Artikel Obwohl sich soziale Netzwerke wie Facebook laut einer aktuellen Umfrage nicht sehr großer Beliebtheit erfreuen, sind immer mehr Menschen in den Netzwerken aktiv. Besonders Senioren holen in der Nutzung sozialer Netzwerke auf.

Laut einer Studie des US-Marktforschungsinstituts ACSI (American Customer Satisfaction Index) erfreuen sich soziale Netzwerke bei den Amerikanern keiner großen Beliebtheit. Besonders Facebook kommt bei den Konsumenten nicht gut an: Mit nur 61 von möglichen 100 Punkten liegt das Netzwerk in der Zufriedenheits-Skala weit abgeschlagen. Auch LinkedIn und Twitter erfreuen sich keiner großen Beliebtheit. Bei Facebook missfallen vor allem die Undurchsichtigkeit beim Umgang mit den Daten und die zunehmend aggressive Werbung des Netzwerks.

Facebook als Marktführer im Social Media Bereich

Dennoch wird Facebook sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Deutschland von Millionen Nutzern aktiv genutzt. Eine Studie der Technischen Universität Darmstadt hat herausgefunden, dass dieses soziale Netzwerk besonders häufig zum Teilen von Nachrichten genutzt wird: Fast achtzig Prozent der Online-Nutzer teilen Artikel, die ihnen interessant erscheinen, über Facebook. Hier liegen Twitter und Google+ weit abgeschlagen hinter Facebook zurück.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM) veröffentlichte auf seiner Homepage eine Studie, laut der besonders ältere Menschen immer häufiger soziale Netzwerke nutzen. So sind 40 Prozent der 65-69-Jährigen, die einen Internetzugang haben, auch in einem sozialen Netzwerk aktiv. Bei den über 50-Jährigen sind es sogar 60 Prozent. Vor zwei Jahren war diese Zahl noch wesentlich geringer – bloß 17 Prozent der 65 bis 69-Jährigen hatten zu der Zeit einen Account in einem sozialen Netzwerk.

Senioren auf Facebook

„Das Internet boomt als Freundschafts-Netzwerk für ältere Menschen“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf auf der BITKOM-Homepage das Ergebnis der Studie. Auch hier kann Facebook sich als Gewinner präsentieren: Es ist mit Stayfriends das beliebteste Netzwerk bei den Älteren. Stayfriends hat sich auf das Wiederfinden von Schulkameraden spezialisiert und ist damit für Ältere besonders interessant.

Die Unzufriedenheit und die aktive Nutzung stehen also offensichtlich nicht im Widerspruch zueinander. Vielmehr sind mittlerweile auch Ältere auf die Pflege von sozialen Kontakten mittels des Internets angewiesen. Denn Kontakte zu den Kindern oder Enkeln in andere Städte lassen sich über Facebook, oder auch Skype, besser pflegen als per Telefon und per Brief, da die jüngeren Generationen vertraut im Umgang mit Social Media sind. So begeben sich die meisten Senioren auf soziale Netzwerke, um den Kontakt zu jüngeren Generationen nicht zu verlieren.

Besonders ältere Menschen sind bei der Nutzung von sozialen Netzwerken auf Hilfe angewiesen, da sie, anders als die jüngeren Generationen, nicht mit den Neuen Medien aufgewachsen sind. Internet- und Computer-Anleitungen können dabei helfen, die unübersichtlichen Regeln der Netzwerke zu verstehen und möglichem Datenklau aus dem Wege zu gehen. Weitere Informationen und Hilfestellungen gibt es auf www.helpster.de.

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Erstellt:
22. Januar 2013, 12:38 Uhr
Lesedauer:
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