Helena Lopes / unsplash

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20.05.2020 Von Die Harke

Soziale Netzwerke: Worauf man sich nach Corona freut

Die ersten Corona-Lockerungen steigern bundesweit die Vorfreude – wie beispielsweise auf gemeinsame Spaziergänge, Restaurantbesuche und Kino-Abende. Der Ausnahmezustand der vergangenen Monate führt dazu, dass man sich nach dem einst so Alltäglichen sehnt, so meinen Experten. Worauf ist die Vorfreude nach der Krise wohl am größten?

Ist es eine Umarmung unter Freunden? Körperliche Nähe zu Unbekannten? Oder einfach nur die Arbeit im Großraumbüro? Auf vieles musste man in der jüngeren Vergangenheit verzichten und einiges wird für die absehbare Zeit weiterhin ein Wunschtraum bleiben. In sozialen Netzwerken teilen die Menschen ihre größten Sehnsüchte und machen klar: Nach Corona hat früher Selbstverständliches den wohl größten Wert.

Endlich wieder ausgehen

Kochen macht Spaß. Gott sei Dank, denn während der Krise verbrachte ein Großteil aller Deutschen einen Menge Zeit in der Küche. Trotzdem hat die Mehrheit Besuche im Lieblingsrestaurant vermisst. Schon allein deshalb, weil das Essengehen eine soziales Erlebnis ist und außerdem Gelegenheiten zur Selbstinszenierung bietet.

Langsam öffnen Restaurants bundesweit zwar wieder, allerdings ist die neue Gastro-Erfahrung gewöhnungsbedürftig. Daher setzen zahlreiche Menschen bei den strengen Corona-Auflagen noch immer lieber auf abwechslungreiche Gerichte aus frischen Zutaten, die ein wenig Restaurantstimmung im eigenen Zuhause schaffen. Wer vorerst keine Restaurants besuchen will, freut sich dennoch auf eine Zeit, in der der Gang ins Restaurant wieder zur sinnlichen Erfahrung werden kann.

Endlich wieder treffen

Eine Sehnsucht, die sich schon jetzt erfüllt: Treffen mit Freunden und Familie. Skypen und Zoomen kann mit der direkten Interaktion nun mal nicht mithalten. Obwohl die digitale Kommunikation gerade in der Krisenzeit viele Vorteile bot, weiß man Face-to-Face-Kontakte gerade jetzt wieder zu schätzen.

Sogar Familienmuffel schätzen nach Corona wahrscheinlich Familientreffen. Wer sich vor der Krise über anstehende Familienfeste beschwert hat, wird es jetzt wahrscheinlich nicht mehr tun. Das zumindest, wenn man den Beiträgen auf Sozialen Netzwerken glauben möchte. Singles vermissen derzeit vor allem körperliche Nähe. Von Händchenhalten über Flirten bis hin zu Sex sehnen sich zahlreiche User nach Berührungen. Körperkontakt hat nicht nur auf unsere Psyche großen Einfluss. Doch die Vorfreude darauf wird wahrscheinlich noch für einige Monate halten müssen.

Auch oberflächliche Kontakte vermissen viele. Ob in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf der Arbeit: Das Leben ist nun mal von der Begegnung mit anderen geprägt.

Endlich wieder etwas zu tun

Kaum jemand hätte sich vor Corona über zu wenig Arbeit beschwert. Einschränkungen wie der Shutdown der Gastronomie und der Tourismusbranche haben nicht nur die Sorge um die Finanzen in die Höhe getrieben. Neben finanziellen Aspekten sind mit dem Arbeitsleben auch soziale Aspekte und Wahrnehmungsaspekte bezüglich der eigenen Identität verbunden. In der Arbeit hat man eine Aufgabe und fühlt sich dadurch nützlich. Schon deshalb freut man sich ungemein darauf, seine Arbeit wieder freier ausüben zu dürfen.

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Erstellt:
20. Mai 2020, 08:42 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 25sec

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