Philipp Keßler DH

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Landkreis 13.10.2018 Von Philipp Keßler

Spannung pur und Abstiegsangst

Guten Tag

Die Nation zittert. Das Abstiegsgespenst geht um. In Düsseldorf, Hannover und auch Stuttgart blicken Fußball-Fans sorgenvoll auf die Tabelle. An diesem Wochenende steht aber nicht das Tableau der Bundesliga im Fokus der Republik, sondern das der funkelnagelneuen UEFA Nations-League. Dort kickt momentan die deutsche Nationalelf in der Gruppe A der League A gegen Frankreich und die Niederlande. Zwei Spiele gegen jedes Team sieht das Reglement vor. Und auch den möglichen Abstieg.

Nicht nur manch Bundesligist muss also um seinen Ligaverbleib fürchten, jetzt trifft es direkt das ganze Land. Aber wann und wohin könnte die Truppe von Bundestrainer Joachim Löw absteigen?

Der neue Modus des europäischen Spitzenverbandes sorgt vielerorts noch für zuckende Schultern. Sogar DFB-Torjäger Timo Werner hat keinen Durchblick. Er gab jüngst zu: „Das ist nicht so ganz einfach.“ Die geballte Fachkompetenz der HARKE-Sportredaktion hat aus diesem Grund das neue Format nochmal genau unter die Lupe genommen:

Wer ist dabei?

Alle 55 Mannschaften des europäischen Fußballverbandes machen mit und wurden in vier Ligen aufgeteilt. Abhängig vom UEFA-Koeffizienten wurden die Teams via Auslosung in jeweils vier Gruppen eingeteilt.

Wie funktioniert der Modus?

Die Gruppenphase begann im September und endet im November. Das Finalturnier steigt im kommenden Juni. Bei dem werden dann die Halbfinals und das Finale gespielt – wie beim Final-Four-Prinzip, das im Hockey angewandt wird. Alle zwei Jahre findet die Nations-League statt. Die vier Gruppenletzten steigen ab und müssen beim folgenden Turnier in der Liga B spielen.

Was hat die Nations-League mit der EM-Quali zu tun?

Neben der herkömmlichen Qualifikation, die im März startet, werden vier Plätze für die EM über die Nations-League ausgespielt – und zwar an Teams, die die normale Quali nicht gepackt haben. Auch hierfür wird es Play-off-Spiele geben. Der neue Wettbewerb sorgt also für reichlich Spannung und interessante Spiele – so behauptet es zumindest der ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini. Die Nations-League war sein Vorschlag und großer Herzenswunsch. Die Danksagungen für diese grandiose Idee dürfen also nach Frankreich geschickt werden – merci Michel!

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Erstellt:
13. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

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