Viel Spannung ist in dieser Saison im Fußball nicht zu erwarten – denn durch den neuen „Corona-Modus“ stehen gewisse Ausgänge bereits fest.

Viel Spannung ist in dieser Saison im Fußball nicht zu erwarten – denn durch den neuen „Corona-Modus“ stehen gewisse Ausgänge bereits fest.

Nienburg 21.09.2020 Von Philipp Keßler

Bezirksliga: Spannung schnell verloren

Guten Tag - ein Kommentar

Das Angebot ist wieder schier unendlich. Nach dem Auftakt in den hiesigen Amateurligen rollt seit dem vergangenen Wochenende auch wieder der Ball in der Fußball-Bundesliga.

Etliche andere Sportarten haben ebenfalls wieder Hochsaison – vor lauter Sport vor Ort und im TV ist man fast überfordert – alles auf einmal verfolgen fällt schwer. Auch unsere Seiten im HARKE-Lokalsport platzen aus allen Nähten, nach wie vor präsentieren wir täglich im dribbling alle Teams von der Fußball-Bezirksliga bis zur 1. Kreisklasse.

Daher bitten wir um etwas Nachsicht, wenn manche Tabellen oder eingesendete Artikel etwas später erscheinen. Wer nicht warten kann, dem sei unsere Homepage www.dieharke.de ans Herz gelegt, auf der alle Ergebnisse und Tabellen vieler Sportarten inklusive Statistiken zu finden sind. Und noch ein Hinweis: Das gesamte dribbling-Magazin erscheint als e-Paper am 28. September, ebenfalls auf unserer Website.

Nun wieder zum aktiven Sportgeschehen: In den Bezirksliga-Staffeln wurden noch nicht einmal eine Handvoll Spiele ausgetragen, trotzdem geht es bei manchen Teams nur noch um die Goldene Ananas.

Dank des neuen „Corona-Modus“ mit Auf- und Abstiegsrunde steht beispielsweise für den SC Uchte schon fest, dass diese ersten 14 Partien in der Staffel wohl komplett für die Katz sind – oben angreifen dürfte unrealistisch werden, sodass alleine der Lernprozess im Vordergrund steht. Schließlich werden keine Punkte aus dem laufenden Spielbetrieb in die Auf- und Abstiegsrunden mitgenommen.

Umso mehr Begegnungen absolviert werden, desto mehr Teams werden vorzeitig aus dem Rennen um die Aufstiegsrunde ausscheiden.

Es stellt sich zwangsläufig die Sinnfrage: Wäre nicht eine „normale“ Saison in den üblichen Staffeln die bessere Wahl gewesen? Im Fall eines erneuten Lockdowns könnte die Hinrunde ebenso als Endergebnis gewertet werden, wie die Resultate der jetzigen Staffeln. Die Anfahrtdistanzen wurden lediglich marginal minimiert, das zeigt schon ein Beispiel: Der TuS Drakenburg musste fast 80 Kilometer zum Auswärtsspiel nach Lemförde fahren.

Unterm Strich bleibt eine Qualifizierungsphase, die droht, frühzeitig ihren sportlichen Reiz zu verlieren – mit vielen Spielen, in denen es um nichts mehr gehen wird. Somit steht bereits kurz nach dem Saisonstart fest: Dieses Modell taugt nicht als Dauerlösung, eigentlich nicht mal als Notlösung.

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Erstellt:
21. September 2020, 04:19 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 07sec

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