Historische Erntegeräte stehen am Nienburger Spargelmuseum. Eine neue Dauerausstellung ist in Planung. Foto: Schmidetzki

Historische Erntegeräte stehen am Nienburger Spargelmuseum. Eine neue Dauerausstellung ist in Planung. Foto: Schmidetzki

Nienburg 29.05.2021 Von Nikias Schmidetzki

Spargel-Arbeitsgemeinschaft hofft auf besseres Wetter

Neue Ausstellung im Museum rund ums Thema Spargel ist in Planung

Trotz aller Widrigkeiten läuft der Spargelverkauf ganz gut, meint Fritz Bormann. Der Landwirt baut das Saisongemüse selbst an und ist Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Nienburger Spargel“. Dennoch hoffe er auf Besserung nach diesem zweiten schwierigen Jahr, erklärte er in der vergangenen Woche.

„Es ist schon abzusehen, dass es zum Jahresende besser wird“, zeigte sich Bormann optimistisch. Insgesamt stimme der Absatz sowohl bei den Lieferungen an den Handel als auch beim Privatverkauf, der aber seiner Meinung nach immer weiter zurückgehe. Obwohl die Preise erneut etwas gestiegen sind, müssten sie eigentlich noch etwas höher sein, meinte der Sprecher. Schließlich hätten die Erzeuger einiges an Mehrkosten zu verkraften. Allein die Unterbringung der Saisonarbeitskräfte sei deutlich aufwendiger und teurer geworden, weil die Anforderungen an die Unterkünfte und den Platz dort aufgrund der Pandemie gestiegen seien.

Besserung könne es auch beim Wetter geben, obgleich die Feuchtigkeit bereits gut gewesen sei. Nun hoffe er noch auf mehr Sonne, die sich aber erst für die nächsten Wochen angekündigt habe. Er wolle nicht ausschließen, dass die Spargelsaison vielleicht um ein paar Tage verlängert werde – vorausgesetzt, die Verbraucher seien dann noch nicht satt.

Große Pläne hat auch das Museum im Hinblick auf die Stangen. Das Spargelmuseum steht im Garten des Quaet-Faslem-Hauses an der Leinstraße und zieht nach Angaben von Museumsleiterin Dr. Kristina Nowak-Klimscha unter normalen Bedingungen viele Besucher an. Dennoch soll eine neue Dauerausstellung her. Der Blick solle dabei vor allem weniger auf die Historie, wie es aktuell der Fall ist, gelegt werden. Vielmehr schwebt der Chefin der Einrichtung vor, mit Exponaten und Erklärungen darzustellen, wie der Weg des Spargels vom Feld bis auf den Teller heute sei. Und dann könne vielleicht auch noch ein Blick in die Zukunft gewagt werden. Dazu hoffe sie auf Unterstützung von Produzenten, Vertreibern und Händlern, die mit ihrem Wissen helfen und sich einbringen könnten mit Hinweisen, was wichtig ist.

Generell passe Kunst, Kultur und Essen wohl gut zusammen, habe Kristina Nowak-Klimscha erlebt. Viele der Besucher gingen im Anschluss noch essen – in der Saison besonders gerne eben Spargel.

Doch auch das ist in diesem Jahr wie so vieles anders. „Wir sind nicht in der Lage, den Spargel so zu verkaufen, wie in den früheren Jahren“, erklärte Friedrich-Wilhelm Gallmeyer als Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes. Dabei, meinte er, wollten viele den Spargel in Restaurants essen und sich bewirten lassen. Nun hoffe er auf baldige Besserung durch die entsprechenden Lockerungen.

Zum Artikel

Erstellt:
29. Mai 2021, 18:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.