07.04.2013

Spargel noch im Winterschlaf

Saisoneröffnung am 26. April mit David McAllister / Spargel-Chef Bormann zuversichtlich

Von Edda Hagebölling.

Landkreis. Im Landkreis Nienburg wird die Spargelsaison 2013 am 26. April eröffnet. Den offiziellen Spargelanstich nimmt in diesem Jahr Niedersachsens ehemaliger Ministerpräsident David McAllister vor. Eigentlich ist es für die Verantwortlichen von Raiffeisen-Warengenossenschaft Hoya und Arbeitsgemeinschaft Nienburger Spargel gute Tradition, dass stets der amtierende Landwirtschaftsminister auf dem Deula-Gelände in Nienburg die symbolische erste Stange erntet. Weil aber die neue Landesregierung so kurz nach der Wahl noch keine verbindlichen Terminzusagen machen mochte, der Termin im Blattpavillon aber frühzeitig geblockt werden musste, haben die Nienburger kurzerhand David McAllister gefragt.

McAllister gilt von je her als Freund des Nienburger Spargels. Auch kehrte er bei seinen Reisen als Ministerpräsident immer gerne auf eine Tasse Kaffee bei Spargel-Chef Fritz Bormann in Rohrsen ein. „Wir sind aber zuversichtlich, spätestens im nächsten Jahr den neuen Landwirtschaftsminister Christian Meyer bei uns begrüßen zu können“, so Bormann.

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft erinnert sich in diesem Zusammenhang auch noch gut an das Frühjahr 2010, als Astrid Grotelüschen als Landwirtschaftsministerin zurückgetreten war und dafür der damalige Wirtschaftsminister Jörg Bode in Nienburg die Spargelsaison eröffnete.

Fritz Bormann rechnet damit, dass die Spargelernte im Kreis Nienburg in etwa drei Wochen beginnen wird. Je nach Sorte sind die Spargeldämme bereits aufgepflügt und mit einer schwarzen Folie abgedeckt. „Doch trotz der Folie tut sich im Moment noch nichts. Es ist einfach noch zu kalt“, so der Landwirt. Allerdings gibt Bormann auch zu bedenken, dass man durch das Wetter der letzten Jahre auch ein bisschen verwöhnt sei. Es sei eher normal, dass die Spargelernte erst Ende April beginne.

Gestochen wird das Edelgemüse auch in diesem Jahr überwiegend von Erntehelfern aus Polen und Rumänien.

Die Anbaufläche im Landkreis Nienburg beträgt rund 950 Hektar. „Wir könnten sicherlich noch mehr Spargel anbauen und verkaufen“, so Bormann, aber seiner Meinung nach sei schon zu spüren, dass auch im Landkreis Nienburg die Menschen mehr aufs Geld achten.

„Erst recht nach diesem langen Winter, in dem möglicherweise noch eine Winterjacke mehr fällig wurde oder man sich Gedanken um die Heizkosten macht“, so Spargel-Chef Bormann, zugleich Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Rohrsen.

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Erstellt:
7. April 2013, 00:00 Uhr
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