Unrühmlicher Titel: Deutschland ist Plastik-Europameister. Noch schlimmer wird‘s, wenn der Müll in der Natur landet. Foto: David Pereiras - stock.adobe.com

Unrühmlicher Titel: Deutschland ist Plastik-Europameister. Noch schlimmer wird‘s, wenn der Müll in der Natur landet. Foto: David Pereiras - stock.adobe.com

Nienburg 17.03.2021 Von Die Harke

Spaziergang mit Müllsack

Guten Tag – ein Kommentar

Die Umweltorganisation BUND will die Bürger zum Müllsammeln motivieren. Während der „Niedersächsischen Clean-up-Wochen“ noch bis zum 31. März könne jeder coronakonform Plastikverpackungen, Zigarettenstummel oder Gesichtsmasken in der Natur einsammeln und persönliche Eindrücke unter dem Hashtag #NiedersachsensammeltMüll posten, teilte der niedersächsische BUND-Landesverband jetzt in Hannover mit.

Nach Angaben des Umweltverbandes ist Deutschland „Plastik-Europameister“: Pro Kopf und Jahr fielen in der Bundesrepublik 37 Kilogramm Kunststoffverpackungen an. Das liege deutlich über dem EU-Durchschnitt von 31 Kilogramm.

„Mit unserer Mitmach-Aktion möchten wir über die Folgen für Mensch und Natur durch herumliegenden Müll informieren“, sagte die BUND-Meeresschutzexpertin Rosanna Schöneich-Argent laut Evangelischem Pressedienst. „Tiere verstricken sich in größere Müllteile, verschlucken sie, verletzen sich daran oder verenden.“ Besonders verheerend seien die Auswirkungen vom Plastikmüll im Meer, doch auch in Böden, Seen und Flüssen könne bereits überall Plastik nachgewiesen werden.

Zur Erinnerung: Im vergangenem Jahr waren im Landkreis Nienburg Jungstörche verendet, weil sie Plastikverpackungen gefressen hatten. Und es fällt auf, dass immer mehr Einweg-Gesichtsmasken die Natur verschandeln. Es wahrlich keine Freude, die blassblauen Masken im Dreck liegen zu sehen.

Also: Beim nächsten Spaziergang mal einen Müllsack mitnehmen.

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Erstellt:
17. März 2021, 16:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 35sec

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