Tim Baumeister vonm „R+V Innovation Lab MO14“, Minister Dr. Bernd Althusmann, Spediteur Franz Fischer und Matthias Jung vom „MO14“ (von links). Verkehrsministerium

Tim Baumeister vonm „R+V Innovation Lab MO14“, Minister Dr. Bernd Althusmann, Spediteur Franz Fischer und Matthias Jung vom „MO14“ (von links). Verkehrsministerium

Nienburg 29.08.2019 Von Die Harke

Spedition Fischer ist Pionier

Erster Teilnehmer an neuem System für Lkw-Parkplätze in Niedersachsen

Die Spedition Franz Fischer in Nienburg ist die erste niedersächsische Spedition, die sich – vorerst in einer Testphase – am Kravag-Truck-Parking beteiligt. Das hat das niedersäschsiche Verkehrsministerium mitgeteilt: „Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer anderer Unternehmen können mit ihren Lkw auf den Nienburger Speditionshof kommen und die Sanitäranlagen und Aufenthaltsräume nutzen. Über freie Parklätze und deren Ausstattung informiert eine App, die Buchung erfolgt online und ein digitaler Schlüssel öffnet die Schranke zum Betriebshof.“ Bundesweit 200 Speditionen – 40 davon in Niedersachsen – wolle das „R+V- Innovation Lab MO14“ ab September nach und nach in das Kravag-Truck-Parking einbinden. Bis zu 400 zusätzliche Lkw-Stellplätze könnten in Niedersachsen bis 2020 nutzbar werden.

Bei der Übergabe des Fördermittelbescheids an „MO14“ lobte Verkehrsminister Bernd Althusmann die digitale Innovation: „Eine starke Idee, die ein echtes Problem unkompliziert und schnell löst. Fehlende Lkw-Parkplätze sind zu einer realen Verkehrsgefährdung geworden.“ Lkw-Fahrer sollten ausgeschlafen am Steuer sitzen. Doch besonders an den Logistikrouten A1, A 2 und A7 würden massiv Lkw-Stellplätze fehlen. Die Rastanlagen an den Autobahnen seien hoffnungslos überlastetet.

In ihrer Not – Lkw-Fahrer müssten nach einer maximalen Lenkzeit von neun Stunden eine elfstündige Pausenzeit einhalten – würden die Fahrer und Fahrerinnen häufig in Durchfahrtsgassen, in Ein- und Ausfahrten der Rastanlagen sowie in Gewerbegebieten nahe der Autobahnen parken.

Auch um die Sicherheit der Ladung stehe es auf den öffentlichen Parkplätzen nicht zum Besten – das Parken auf eingefriedeten Betriebsgeländen stelle hier aus Sicht des Logistikversicherers Kravag eine Alternative dar.

Das Ministerium setze auf die Verlagerungseffekte: Diejenigen, die künftig das Truck-Parking nutzen, benötigten keine Stellplätze auf den Rastanlagen. Dadurch könnte sich die Lkw-Parksituation auf den Rastanlagen an den Autobahnen in Niedersachsen entschärfen und die Verkehrssicherheit erhöhen.

Zum Artikel

Erstellt:
29. August 2019, 22:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.