Paul Hill/Fotolia

Paul Hill/Fotolia

Borstel/Sulingen 13.12.2018 Von Andreas Wetzel

Speisen falsch deklariert

Ex-Imbissbetreiberin zu Geldstrafe verurteilt

Eine 35-jährige Frau aus Sulingen war jetzt vor dem Amtsgericht in Sulingen angeklagt, gegen das Lebens- und Futtermittel-Gesetzbuch verstoßen zu haben, in dem sie in ihrem Imbiss, den sie in Borstel in der Samtgemeinde Siedenburg betrieben hat, auf der Speisekarte Döner-Kebab und Wiener Schnitzel anbot, obwohl es sich bei den Produkten um einen Spieß nach „Döner-Art“ und um Hähnchenschnitzel handelte. Sie wurde zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu zehn Euro verurteilt. Der Verstoß gegen das oben genannte Gesetz war im Rahmen einer Kontrolle durch den Lebensmittelkontrolleur des Landkreises festgestellt worden. Er hatte auf der Speisekarte die Angebote überprüft und dann mit den Einkaufslisten verglichen. Hierbei hatte er bemerkte, dass die Angeklagte einen Fleischspieß „nach Döner-Art“ eingekauft hatte, aber Döner-Kebab auf der Speisekarte anbot. Da Döner-Kebab eine vorgeschriebene Zusammensetzung haben muss, kann ein Fleischspieß nach Döner-Art nicht als Döner-Kebab angeboten werden.

Ebenso verhält es sich mit „Wiener Schnitzel“, welches zwingend aus Kalbfleisch sein muss und nicht mit Hähnchenschnitzel ersetzt werden und angeboten werden darf. Ih Handeln stellte eine Straftat dar. In ihrer Einlassung gab die Angeklagte an, dieses Gesetz nicht gekannt zu haben, zumal sie auch kaum der deutschen Sprache mächtig ist und sich in der Verhandlung eines Dolmetschers bedienen musste.

Die Staatsanwaltschaft beantragte die Geldstrafe in Höhe von 300 Euro, die jedoch aufgrund der persönlichen Situation der Angeklagten zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Auflage muss sie einen Betrag von 100 Euro an die Staatskasse zahlen. Der Imbiss ist mittlerweile geschlossen.

Zum Artikel

Erstellt:
13. Dezember 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.