Nikias Schmidetzki DH

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Landkreis 20.02.2019 Von Nikias Schmidetzki

Spenden dank Wirtschaftskraft

Guten Tag

Was ist soziale Gerechtigkeit? Wenn alle gleich viel in derselben Qualität haben? Darf es keine Rolle spielen, ob jemand nicht in der Lage ist, für sein Geld und am Ende für seine Lebensqualität zu arbeiten? Können soziale und kulturelle Herkunft egal sein? Anlässlich des heutigen „Welttages der sozialen Gerechtigkeit“ erinnern die Tafeln Deutschlands an die Kluft zwischen Arm und Reich, die auch in der Bundesrepublik immer größer werde. Das zeigen auch Zahlen, die der Gesamtverein vorlegt: „Laut Tafel-Umfrage von 2005 wurden 500.000 Menschen regelmäßig unterstützt. Im Jahr 2007 stieg die Zahl der Bedürftigen bei den Tafeln auf 700.000 Personen an. Seit 2014 liegt die Zahl der Tafel-Kundinnen und -Kunden bei etwa 1,5 Millionen Menschen.“

„Paradox: Während die Wirtschaft in Deutschland seit Jahren wächst, hat sich die Zahl der Bedürftigen bei den Tafeln in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Immer mehr Menschen sind wirtschaftlich abgehängt und sozial isoliert. Bei den über 940 Tafeln zeichnet sich ein düsteres Bild des Sozialstaates ab“, kritisiert der Bundesvorsitzende Jochen Brühl.

Da Tafeln nur dort arbeiten können, wo es genügend Spender und Sponsoren gibt, spiegele sich die Wirtschaftskraft einer Region auch bei den Tafeln wider, teilt der Verband mit. Auch im Kreis Nienburg sind viele auf die Tafeln angewiesen, was bislang dank engagierter Spender und Helfer klappt.

Den „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“ haben die Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die zentrale Bedeutung der sozialen Gerechtigkeit für ein friedliches und gedeihendes Zusammenleben hervorzuheben.

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Erstellt:
20. Februar 2019, 14:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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