Günter Graue (links) freut sich bei der Übergabe der insgesamt 115 Pakete über die große Anzahl an Unterstützern aus Landkreis Nienburg. Foto: Johanniter

Günter Graue (links) freut sich bei der Übergabe der insgesamt 115 Pakete über die große Anzahl an Unterstützern aus Landkreis Nienburg. Foto: Johanniter

Landkreis 26.01.2021 Von Die Harke

Spenden sind angekommen

Aktion „Weihnachtstruck“ der Johanniter: Aus dem Kreis Nienburg kommen 115 Päckchen für Hilfsbedürftige

Trotz aller Corona-Hürden haben die Weihnachtstrucker-Pakete aus Niedersachsen und Bremen nach dem Jahreswechsel hilfsbedürftige Menschen in der Ukraine und Rumänien erreicht. Das haben die Johanniter mitgeteilt.

Die Paketverteilung an die Menschen in der Ukraine und Rumänien haben in diesem Jahr Partnerorganisationen übernommen, mit denen die Johanniter seit vielen Jahren zusammenarbeiten.

„Wir danken allen Unterstützern des Johanniter-Weihnachtstrucker“, sagt Walter Busse, Vorstandsmitglied im Regionalverband Niedersachsen Mitte. „Es ist schön, dieses große Engagement für die gute Sache zu sehen. Und es freut uns, dass wir mit insgesamt 1324 Paketen aus der Region Hannover und den Landkreisen Heidekreis, Nienburg und Schaumburg den Menschen in Osteuropa helfen können. Das ist gerade in Corona-Zeiten ein wichtiges Zeichen der Solidarität für die Menschen in den Zielländern“, so Busse.

Insgesamt seien bundesweit 49.404 Pakete an den Sammelstellen abgegeben worden, mehr als 4000 davon kommen aus Niedersachsen und Bremen. Im Vorjahr seien es 64.000 bundesweit gewesen.

Die zusätzliche Aktion, absolut kontaktfrei ein virtuelles Paket zu packen, sei 8.317 Mal genutzt worden. Mit den Spenden würden in den Zielländern vor Ort von den Partnerorganisationen „richtige“ und gleichwertige Weihnachtstrucker-Pakete gepackt.

Die Johanniter hatten in der Vorweihnachtszeit Schulen, Kindergärten, Vereine und Unternehmen sowie Privatleute dazu aufgerufen, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln für bedürftige Kinder, Familien, Senioren und Menschen mit Behinderung in osteuropäischen Ländern zu packen. Die Aktion finde von Jahr zu Jahr mehr Unterstützer. 2020 seien Mitarbeiter von Volkswagen Nutzfahrzeuge, enercity und dem Jobcenter Region Hannover ebenso dabei gewesen, wie zahlreiche Familien aus Schulen und Kitas.

Aus dem Landkreis Nienburg beteiligten sich unter anderem die Grundschulen in Nendorf und Leese, die Kindertagesstätte „Kinder(t)räume aus Leeseringen, die Husumer Krippe „Haus der kleinen Füße“ sowie Eltern vom der Kindertagesstätte in Landesbergen und zahlreiche Einzelspender aus dem gesamten Kreisgebiet an der Hilfsaktion. Günter Graue, Koordinator der Landesberger Johanniter transportierte die 115 Pakete anschließend zum Sammellager nach Wunstorf.

Mit einer finanziellen Spende unterstützte Dmitrij Portnov aus Hannover die Aktion. Vor 27 Jahren kam er als 15-Jähriger mit seiner Mutter und den Großeltern aus dem ostukrainischen Donezk nach Deutschland. Der Johanniter-Weihnachtstrucker sei eine konkrete und materielle Hilfe, die die Menschen auch erreicht.

„Ich möchte ein Teilchen beitragen, weil es in der Ukraine für die Menschen, die wenig haben, immer nur noch schlimmer wird“, sagt der 43 Jahre alte Vater von zwei Kindern.

Zum Artikel

Erstellt:
26. Januar 2021, 10:51 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.