Rike Wesermann und Bernhard und Anja Schubert.

Rike Wesermann und Bernhard und Anja Schubert.

04.05.2014

Speziell für kleine Kinder

Kinderheim „Die Wiege“ in Graue am 1. April eröffnet / Platz für elf Mädchen und Jungen

Von Horst Achtermann

Graue. Spielende kleine Kinder toben mit ihren Betreuerinnen in einem weitläufigen Gelände an der Bücker Straße im Asendorfer Ortsteil Graue. Hier haben Bernhard und Anja Schubert im vergangenen Jahr eine Hofanlage gekauft und diese seit November 2013 mit einem immensen Aufwand zu dem modernen Kinderheim „Kleine Strolche“ – Haus „Die Wiege“ – ausgebaut. Am 1. April erfolgten der Einzug und die Eröffnung und damit die Möglichkeit, Kinder von null bis sechs Jahren in Obhut zu nehmen. „Die erste und einzige Inobhutstation im Landkreis Diepholz und darüber hinaus für Kinder in dieser Alterslage“, so Bernhard Schubert, Geschäftsführer, Erzieher, Erlebnispädagoge und Kaufmann in einer Person.

Im Haus „Die Wiege“ hat Bernhard Schubert zusammen mit seiner Ehefrau, der Medienberaterin Anja Schubert, Kapazitäten für elf Kinder in 14 Räumen mit zwei Küchen und sechs Badezimmern geschaffen. „Wir haben alles selbst finanziert und werden das auch weiterhin tun“, beteuert Heimleiter Bernhard Schubert. Stellvertretene Heimleiterin ist Rike Westermann.

Mit 21 Mitarbeiterinnen ist das Haus freier Träger der Kinder-und Jugendhilfe. „Mit den Jugendämtern aus der Region von Bremen bis Hannover arbeiten wir in einem Einzugsgebiet von 100 Kilometern gut zusammen“, so Schubert. Mit Erzieherinnen, Dipl.-Pädagogen und Psychologen, Hebammen, einer Kinderkrankenschwester und einer Hauswirtschaftlerin hält das Haus kompetente Fachkräfte vor.

„Säuglinge von 0 bis 18 Monate werden durchgehend nur von einer Mitarbeiterin betreut, das ist im Heimbereich sonst nicht üblich“, erläutert Anja Schubert. Das Haus ist zusätzlich ausgestattet für die Inobhutnahmen von Geschwistern, und auch ein separater Teil für eine Mutter-Kind-Wohngruppe für zwei Mütter mit maximal bis zu zwei Kindern wird vorgehalten. „Schon vor der Geburt können junge Frauen auf Veranlassung des Jugendamtes zu uns kommen“, berichtet Schubert weiter.

Ausgestattet mit einem Fuhrpark von neun Fahrzeugen, die der gesamten Einrichtung in Asendorf und Graue zur Verfügung stehen, spielt der Service des Hauses für Fahrten zum Schul- oder Kindergartenbesuch, für Therapieangebote und auch zum Abholen von gefährdeten Kindern bei Tag und Nacht eine wichtige Rolle. „Wir haben sogar einen Bus zum Wohnmobil umgebaut für pädagogische Freizeitfahrten. Ein Auto wurde vom Autohaus Krügel in Bruchhausen-Vilsen gesponsert, dafür sind wir dankbar“, betont der Einrichtungsleiter.

Für einen geregelten Tagesablauf mit pünktlichen Essenszeiten und gewissen Ritualen, wie Geschichten zur ‘Guten Nacht‘ vorlesen, werden exakt eingehalten, die Sicherheit der Kinder ist durch eine Nachtwache immer gegeben“, unterstreicht Anja Schubert.

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Erstellt:
4. Mai 2014, 00:00 Uhr
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