Oben: Erik Finke (Familiengärtnerei Woelk), Henning Onkes (Bürgermeister Stadt Nienburg), Hauke Herdejürgen und Franziska Materne (beide Klimaschutzagentur Mittelweser) auf dem Kirchplatz mit den neuen Blühkästen. Klimaschutzagentur Mittelweser

Oben: Erik Finke (Familiengärtnerei Woelk), Henning Onkes (Bürgermeister Stadt Nienburg), Hauke Herdejürgen und Franziska Materne (beide Klimaschutzagentur Mittelweser) auf dem Kirchplatz mit den neuen Blühkästen. Klimaschutzagentur Mittelweser

Nienburg 13.07.2019 Von Die Harke

Spontan auf Hummelsterben reagiert

Klimaschutzagentur, Stadt und Gärtnerei Woelk stellten Blumenkübel mit nektarreichen Blühpflanzen auf

In seiner Mittagspause entdeckte Hauke Herdejürgen, Mitarbeiter der Klimaschutzagentur Mittelweser mit ihrem Büro an der ecke Kirchplatz/Marktplatz, beim Gang über den Nienburger Kirchplatz hunderte von toten Hummeln unter den dort stehenden Linden. Kurze Nachforschungen im Büro in einem Bericht des NABU zum Hummelsterben unter blühenden Linden brachten die Erkenntnis: Das hochsommerliche Sterben der Hummeln unter den Linden wird hervorgerufen durch das Verhungern der Tiere aufgrund von Nektarmangel. Um dieser Tatsache entgegenzuwirken, entstand kurzerhand die Idee, unterhalb der Bäume Blumenkübel aufzustellen, um den Hummeln ein vielfältiges Nahrungsangebot mit blühenden Stauden zu liefern und dem Massensterben der Tiere im Juli und August entgegenzuwirken. Linden stellen eine der letzten großen Nektarquellen in der Vegetationsperiode dar, doch die Nahrung ist nicht ausreichend.

Von der Idee, die Hummeln bei der Nahrungssuche zu unterstützen, war auch der Bürgermeister der Stadt Nienburg, Henning Onkes, schnell überzeugt. Kurzerhand wurde auf dem Nienburger Wochenmarkt die Familiengärtnerei Woelk für das Projekt gewonnen, und nur einen Tag später stellte Erik Finke, Mitarbeiter der Gärtnerei, drei Blumenkübel auf. Die ersten Hummeln endeckten die vielfältige Blütenpracht schon, während sich die Aktionspartner noch über weitere Möglichkeiten des Insektenschutzes unterhielten.

Auch die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Nienburg können gegen das Hummelsterben vorgehen und ihre Balkone oder Gärten mit spätblühenden Stauden, wie Malven, Stockrosen, Lavendel, Sommerflieder oder vielen weiteren Pflanzen bestücken. Bei der anhaltenden Trockenheit freuen sich Insekten zudem über kleine Wasserschalen, um auch den Wasserbedarf zu decken, so die Klimaschutzagentur Mittelweser.

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Erstellt:
13. Juli 2019, 20:32 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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