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Rubrik: Sport

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Gewichtheber Steiner stark: Comeback mit EM-Silber

Olympiasieger Matthias Steiner gewann bei seinem C... Foto: dpaOlympiasieger Matthias Steiner gewann bei seinem Comeback die EM-Silbermedaille. Foto: Anatoly Maltsev Foto: dpa
Olympiasieger Matthias Steiner gewann bei seinem Comeback die EM-Silbermedaille. Foto: Anatoly Maltsev Foto: dpa
Olympiasieger Matthias Steiner gewann bei seinem Comeback die EM-Silbermedaille. Foto: Anatoly Maltsev

Antalya (dpa) - Olympiasieger Matthias Steiner hat sich mit Bravour auf der Heberbühne zurückgemeldet. Nach einjähriger Verletzungspause belegte Deutschlands stärkster Mann bei den Europameisterschaften in Antalya auf Anhieb den zweiten Rang im Superschwergewicht.

Steiner erfüllte dabei auch noch die Norm für die Olympischen Spiele in London. «Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder da bin. Ich habe mich lange nicht mehr so gut gefühlt. Es hat einfach Spaß gemacht», sagte der 29 Jahre alte Chemnitzer nach seinem spektakulären Comeback.
Steiner musste sich mit 424 Kilo im Zweikampf (Reißen 190/Stoßen 234) nur dem Russen Ruslan Albegow (429/191/238) geschlagen geben. Die Olympianorm überbot der gebürtige Österreicher aber gleich im ersten Anlauf nach seiner Oberschenkel-Operation um 25 Kilo. Und es wäre sogar noch mehr drin gewesen, hätte Steiner nicht die beiden dritten Versuche verpatzt. «Bei den 196 Kilo im Reißen fehlte einfach noch die Praxis», meinte Steiner, der an gleicher Stelle bereits 2010 Vize-Weltmeister geworden war.
Der Fehlversuch störte aber niemanden. Schon gar nicht Bundestrainer Frank Mantek. «Das war einfach fantastisch und der Matthias, wie wir ihn kennen. Nach der kurzen Trainingsphase eine tolle Leistung», sagte er.
Steiner hatte sich im vergangenen September einen Einriss der Quadrizepssehne im Oberschenkel zugezogen und operiert werden müssen. Erst seit Anfang Januar absolviert der 29-Jährige Hanteltraining. Das ursprünglich für Mitte März in Chemnitz geplante Comeback scheiterte wegen eines Magen-Darm-Virus kurzfristig.
Auch Verbandspräsident Claus Umbach strahlte nach dem unerwartet starken Comeback seines Vorzeigehebers über das ganze Gesicht. «Das ist ein toller Abschluss. Aber die gesamte Mannschaft hat sich hier mit zahlreichen Bestleistungen sehr gut präsentiert», sagte er. Vor Steiner hatte Tom Schwarzbach (Chemnitz) mit Gold im Stoßen in der Klasse bis 85 Kilo für den ersten deutschen Medaillengewinn in Antalya gesorgt.
Steiner und Schwarzbach sind somit die ersten Kandidaten für Olympia. Die Nominierung soll nach einem nationalen Qualifikationswettkampf am 9. Juni in Heidelberg erfolgen. Deutschland darf drei Männer zu den Spielen nach London entsenden.
Anders als im vergangenen Jahr, als Julia Rohde Bronze gewann, sind die deutschen Heberinnen in der Türkei ohne Medaille geblieben. Kathleen Schöppe aus Chemnitz belegte als letzte von insgesamt fünf EM-Starterinnen am Sonntag den vierten Rang in der Klasse über 75 Kilo. 242 Kilo im Zweikampf (Reißen 107/Stoßen 135) bedeuteten das selbe Ergebnis wie im Vorjahr.
Schöppe stellte im Reißen zwar eine persönliche Bestleistung auf, an der Olympia-Norm im Zweikampf fehlten der 29 Jahre alten Sächsin aber sechs Kilo. Die beiden dem Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) zustehenden olympischen Startplätze gehen nunmehr an Julia Rohde (Görlitz/bis 53 Kilo) und Christin Ulrich (Ladenburg/bis 58 Kilo), die die Norm bei der EM um jeweils vier Kilo überboten haben.

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