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Rubrik: Sport

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London

Modric dankt jedem - Messi gibt Ronaldo Stimme

Der Kroate Luka Modric ist Weltfußballer des Jahres. Foto: Frank Augstein
Der Kroate Luka Modric ist Weltfußballer des Jahres. Foto: Frank Augstein

 - Weltfußballer Luka Modric hielt die begehrte Trophäe in der Londoner Nacht beinahe wie ein kleines Baby in den Armen.

Vor dem erneut durch Abwesenheit glänzenden Portugiesen Cristiano Ronaldo (19,08 Prozent) und dem Ägypter Mohamed Salah (11,23) gewann der kroatische Vize-Weltmeister am Montagabend mit 29,05 Prozent der Stimmen.
TRIPLE: Für Modric ist es die dritte individuelle Auszeichnung des Jahres: Bester Spieler der WM, Europas Fußballer des Jahres - und jetzt Weltfußballer. «Dieser Erfolg soll auch eine Inspiration sein, für die kommende Generation, dass man mit harter Arbeit alles erreichen kann», sagte der 33-Jährige und zeigte gerne seine Trophäe. «Jedem gewidmet, der Fußball liebt», lautete Modrics Botschaft nachts im Internet.
STIMMEN: Als Kapitäne ihrer Nationalmannschaften durften auch Ronaldo und Modric selbst abstimmen. Beide wählten Raphaël Varane, ihren Kollegen vom dritten Champions-League-Triumph am Stück, auf Platz eins. Modric und Ronaldo setzten sich gegenseitig jeweils auf den zweiten Platz. Auf Position drei nannten beide den französischen Weltmeister Antoine Griezmann. Bundestrainer Joachim Löw wählte Modric vor dem Franzosen Kylian Mbappé und Eden Hazard. Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer votierte für den Belgier Hazard vor Modric und den Franzosen Varane. Lionel Messi, erstmals seit 2006 nicht in den Top 3, gab sogar Ronaldo auf Rang drei einen Punkt. Hinter Modric und Mbappé.
ÄRA: Seit dem Brasilianer Kaká im Jahr 2007 hieß der Gewinner der Weltfußballerwahl entweder Messi oder Ronaldo. Leitete Modric eine Zeitenwende ein? Den 19-jährigen Mbappé sehen viele als kommenden Weltfußballer, der Brasilianer Neymar hat mit 26 Jahren noch viele Jahre vor sich. Aber Ronaldo (33) und Messi (31) sind sicherlich auch noch nicht satt.
NUMMER SECHS: Der Brasilianerin Marta glückte das, was nicht einmal Messi und Ronaldo schafften. Bereits zum sechsten Mal ist sie Weltfußballerin. «Ich habe von Anfang an gesagt, alle die nominiert sind, haben es verdient. Ich gratuliere ihr von Herzen», sagte die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán, die es mit Marta und ihrer Lyon-Teamkollegin Ada Hegerberg (Norwegen) in die Top 3 geschafft hatte. Sie selbst wählte keine der beiden Konkurrentinnen, ihr Nationaltrainer Horst Hrubesch stufte sie auf Rang drei hinter der Dänin Pernille Harder und der Französin Wendie Renard ein.
TRAINEREHREN: Wie erwartet wurde der Franzose Didier Deschamps als Welttrainer des Jahres ausgezeichnet. Der 49-Jährige gewann mit Frankreich in diesem Sommer den WM-Titel. «Wir Trainer sind nichts ohne meine Spieler und ich möchte meinem ganzen Team danken», sagte Deschamps, Weltmeister als Trainer und Spieler. Bei den Trainern von Damen-Teams gewann Reynald Pedros von Olympique Lyon.
DEUTSCHER PREISTRÄGER: Lennart Thy, im deutschen Profifußball für den FC St. Pauli und Werder Bremen im Einsatz, erhielt bei der Gala den Fairplay-Preis. Der frühere U17-Europameister half einem Leukämiepatienten mit seiner Blutspende. «Es war eine Selbstverständlichkeit für mich zu helfen», sagte der 26-Jährige. Er wurde nach der Partie gegen den PSV Eindhoven sogar zum «Man of the Match» gewählt, obwohl er gar nicht dabei war. Darüber hinaus leistete er einen Beitrag zur Sensibilisierung für das Thema, denn an diesem Tag trugen die Maskottchen des Teams im Stadion T-Shirts mit der Botschaft: «Mach's wie Lennart, werde Stammzellenspender». FIFA-Fußballkonferenz
The Best FIFA Football Awards
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