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Rubrik: Sport

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Mailand

Alaphilippe krönt Saison mit Sanremo-Sieg - Degenkolb hadert

Das Fahrerfeld von Mailand-Sanremo. Foto: Fabio Fe...Das Fahrerfeld von Mailand-Sanremo. Foto: Fabio Ferrari/Lapresse.Fabiofer/Lapresse via ZUMA Press
Das Fahrerfeld von Mailand-Sanremo. Foto: Fabio Ferrari/Lapresse.Fabiofer/Lapresse via ZUMA Press
Das Fahrerfeld von Mailand-Sanremo. Foto: Fabio Ferrari/Lapresse.Fabiofer/Lapresse via ZUMA Press

John Degenkolb wurde wenige Kilometer vor dem Ziel von einem Defekt ausgebremst, stattdessen holte Tour-Bergkönig Julian Alaphilippe seinen ersten großen Klassikersieg.

Der Franzose gewann die 110. Auflage von Mailand-Sanremo und krönte damit seine bislang so starke Saison. Alaphilippe siegte nach 291 Kilometern im Sprint auf der Via Roma vor dem Belgier Oliver Naesen und Ex-Sanremo-Champion Michal Kwiatkowski aus Polen. Der dreimalige Weltmeister Peter Sagan (Slowakei) aus dem deutschen Bora-hansgrohe-Team musste sich mit Platz vier begnügen.
Für Degenkolb platzte indes der Traum vom zweiten Sieg nach 2015 auf der Abfahrt des Poggio. «Mir ist die Kette abgesprungen. Mist», haderte der gebürtige Thüringer, der sich große Hoffnungen gemacht hatte. Schließlich war er bislang gut durch das Frühjahr gekommen. Seine Form hatte er mit der von 2015 verglichen.
Doch der überragende Mann ist seit Wochen Alaphilippe, der bereits seinen siebten Saisonsieg feierte. In den letzten Tagen hatte er sich mit zwei Etappensiegen bei der Rundfahrt Tirreno-Adriatico und seinem überzeugenden Erfolg bei der Strade Bianchi über die Schotterpisten der Toskana in die Favoritenstellung manövriert, was er am Samstag im Sprint eindrucksvoll unterstrich.
«Das ist schwer zu realisieren», sagte Alaphilippe nach seinem Coup und schilderte die entscheidende Szene: «600 Meter vor dem Ziel habe ich gedacht: Jetzt oder nie. Ich wollte nicht wieder Zweiter werden.» Damit gewann nicht nur der aktuell stärkste Fahrer, sondern auch das derzeit beste Team. Denn der belgische Rennstall Deceuninck-Quick Step holte bereits den 19. Saisonsieg und hatte im Finale gleich mehrere Optionen.
Alaphilippe war es auch, der am letzten Anstieg zum Poggio hinauf mit einer Tempoverschärfung für eine entscheidende Selektion sorgte. Nur die absoluten Klassiker-Spezialisten konnten da noch mithalten. Wie auch Sagan, dem aber im Sprint der Punch fehlte. Vielleicht lag es auch an seinem krankheitsbedingten Ausfall im Vorfeld, als er einige Trainingstage und Kilos verlor.
Bei Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad Celsius durfte nach dem Start in Mailand wie üblich eine kleine Fluchtgruppe ihr Glück versuchen. Zwischenzeitlich fuhren die zehn Ausreißer um den Italiener Fausto Masnada einen Vorsprung von zehn Minuten heraus, doch gut 25 Kilometer vor dem Ziel war das Unterfangen beendet. So blieb das große Feld bis zum letzten Anstieg zusammen. Neben Degenkolb waren nur noch vier weitere deutsche Fahrer dabei. Allesamt hatten aber eher Helfer-Aufgaben zu verrichten.
Mailand-Sanremo ist traditionell der Auftakt der Klassiker-Saison. Ab der nächsten Woche geht es in Belgien mit Gent-Wevelgem weiter.


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